Floorball-WM in Göteborg

Malte Krohn,

An diesem Wochenende ist in Göteborg die Floorball-WM gestartet. Gerade spielt Deutschland gegen Gastgeber und Titelfavorit Schweden.

Hierzulande ist die recht junge Mannschaftssportart noch kaum bekannt. Ich spiele inzwischen seit 1 1/2 Jahren Kleinfeld-Floorball und bin daran gewöhnt, dass sich kaum jemand etwas unter Floorball oder Unihockey vorstellen kann. Dies könnte sich nun jedoch ändern, da der deutsche Floorball-Verband gestern in den Deutschen Olympischen Sportbund aufgenommen wurde. Anderswo (insbesondere in Schweden, Finnland, Tschechien und der Schweiz) erfreut sich die Sportart schon seit längerer Zeit großer Beliebtheit.

Auf Wiedersehen Chrome!

Malte Krohn,

Um es kurz zu machen: Gerade habe ich Chrome gelöscht. Obwohl ich eigentlich zufrieden war. Allerdings habe ich beim Browser schon immer gerne ab und an auf neue Pferde gesetzt. So bin ich damals von Netscape zum Internet Explorer gekommen, von dort aus zu Firefox und weiter zu Chrome.

Nun geht es mit Opera weiter. Aus einer Laune heraus hatte ich Opera kürzlich mal wieder installiert und konnte mich, im Gegensatz zu früheren Test, nun auf der Stelle mit dem Außenseiter anfreunden. Opera hat vor einiger Zeit eine radikale Veränderung vollzogen und basiert nun auf Chromium, also der quelloffenen Entwicklerplattform von Chrome. Wahrscheinlich auch deshalb hat es keiner langen Umgewöhnungsphase bedurft. Trotzdem gibt es auch eigene Features. Etwa eine tolle und funktionell umfangreiche Schnellstartseite. Wie dem auch sei, in jedem Fall freue ich mich, dass es mal es bei der Browser-Wahl mal wieder eine echte Alternative gibt.

Tooltime: Simple Desktops

Malte Krohn,

Immer wieder mal sortiere ich Programme auf meinem Mac aus. Gerade erst die Tage wieder geschehen, da sich über die Zeit doch so einiges ansammelt, was man dann doch nie benutzt. Letztlich bleibt nur eine recht kleinen Anzahl an Programmen und Apps, die man wirklich regelmäßig benötigt.

Umso spannender ist es, sich die Programme anzuschauen, die sich einen Stammplatz auf dem Rechner erkämpft haben. Eines dieser Programme ist bei mir Simple Desktops. Die kleine Anwendung ist recht einfach gehalten, denn sie ändert lediglich in individuell festgelegten Zeitintervallen den Desktop-Hintergrund und greift dabei auf das großartige Wallpaper-Archiv von simpledesktops.com zurück.

Kann man mögen oder auch nicht, ich jedenfalls finde es schön, regelmäßig von einem neuen Kunstwerk überrascht zu werden. Simple Desktops steht auf jeden Fall für 3,59 Euro im Mac AppStore bereit.

Echtes Brot

Malte Krohn,

Vor einigen Monaten hatte die ZEIT ihre Leser dazu aufgerufen, über ein Online-Formular empfehlenswerte Bäckereien zu nennen, in denen noch jeden Morgen frisch gebacken wird. Mehr als 15.000 Menschen haben sich an der Aktion beteiligt und ihre Lieblingsbäckereien genannt. Aus den Einreichungen ist nun eine Deutschlandkarte entstanden, auf der 2.516 Bäckereien zu finden sind.

“Wenn die Bäcker überleben sollen, müssen sie wiederentdeckt werden, im wörtlichen Sinne. Viele wissen nicht, wo es eine Bäckerei gibt, die noch selber backt. Ich selbst habe zwei Bäckereien in meinem Viertel jahrelang übersehen. Fallen oft ja kaum auf im Stadtbild, die Bäckereien. Um sie zu finden, haben wir unter Mithilfe von mehr als 15.000 Lesern eine interaktive Karte erstellt. Hier finden sich Bäckereien, die die Leser empfehlen. Wer das Backwesen in Deutschland erhalten will, sollte dort einkaufen.” (Quelle: zeit.de)

Dazu passt übrigens auch mein genau ein Jahr alter Blogpost “Brot ist viel mehr!”.

Das Comeback des Wasserstoffs

Christian Jung,

Wasserstoff als Antrieb für Automobile war schon mal in den 90er Jahren ein großes Thema. BMW testete ziemlich lange und sogar einigermaßen erfolgreich seinen Hydrogen 7 – einen Oberklasse-BMW, der im umgerüsteten Ottomotor Wasserstoff verbrannte. Danach wurde es ruhig um die Technik. Nur in Japan, so schien es, ging die Entwicklung weiter. Und so kommt Toyota nun mit dem ersten Serien-Wasserstoffauto auf den Markt. Der “Mirai” ist dabei nichts anderes als ein Prius, der statt Benzin für seinen Verbrenner Wasserstoff für seine Brennstoffzelle tankt. Und sieht dabei äußerst seltsam aus. Aber: Immerhin die Serienreife. Spiegel ONLINE schreibt:

Obwohl die Limousine 1,9 Tonnen wiegt, geht es zumindest im Power-Modus flott zu. Immerhin leistet der aus dem Prius übernommene Elektromotor 155 PS und schickt bis zu 335 Nm Drehmoment an die Vorderräder. Vom Eco-Modus jedoch sollte man besser die Finger lassen. Ist der aktiviert, reagiert das Gaspedal so träge, als hätte man einen platten Fußball darunter geklemmt. Der Mirai ist auf den ersten Blick ohnehin so öko, dass es den Eco-Modus gar nicht braucht: Emissionen sind kein Thema, und anders als bei einem Elektroauto gibt es mit der Brennstoffzelle kein Reichweitenrisiko.

Volle Tanks reichen für 500 Kilometer, sie sind danach in weniger als fünf Minuten wieder gefüllt – wenn denn eine Wasserstofftankstelle vorhanden ist. In Deutschland könnte das schwierig werden, bislang gibt es erst rund ein Dutzend. Und natürlich spielt bei der Umweltbilanz auch die Produktion des Wasserstoffs eine Rolle: Für die Herstellung wird viel Energie benötigt. Stammt diese nicht aus regenerativen Quellen, ist der Öko-Vorsprung dahin.

Interessant gerade auch aus Sicht von BMW, denn die haben in den letzten Monaten enge Beziehungen zu Toyota aufgebaut und man munkelt bereits von einem Wasserstoff-betriebenen BMW i5. Aber auch Audi, in den letzten Jahren nicht unbedingt mit Vorsprung durch Technik aufgefallen, überrascht mit Wasserstoff:

Im Brennstoffzellen-Betrieb benötigt der A7 Sportback H-Tron Quattro rund ein Kilogramm Wasserstoff auf 100 Kilometer – der Energieinhalt entspricht dem von 3,7 Liter Benzin. Das Tankvolumen macht eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern möglich. Ein Betankungsvorgang dauert nur rund drei Minuten. Die Tanks, die unter dem Gepäckraumboden, vor der Hinterachse und im Kardantunnel untergebracht sind, können etwa fünf Kilogramm Wasserstoff unter 700 bar Druck speichern. Zusätzliche Reichweite von bis zu 50 Kilometern ermöglicht eine 8,8 Kilowattstunden fassende Batterie, die sich über Rekuperation, alternativ auch an der Steckdose (Ladedauer zwischen zwei und vier Stunden) aufladen lässt.

 Man höre und staune: Ein Plug-in-Hybrid mit Wasserstoff. Die Idee klingt vielversprechend, die Technik ist in weiten Teilen schon vorhanden. Wenn nur die Preise (siehe dazu obiger Spiegel ONLINE Link) und die wenigen Tankstellen nicht wären.

Ein typischer Bahnstreik-Bericht

Malte Krohn,

Große Freude für alle Bahnfahrer. Die GDL beendet ihren viertägigen Ausstand bereits heute Abend um 18 Uhr und vermiest damit doch nicht allen Pendlern den Start die in die kommende Woche. Trotzdem wird das Thema vermutlich auch in den nächsten Tagen noch die Fernsehberichterstattung dominieren. Extra 3 hat deshalb einen untypischen typischen Bahnstreik-Bericht veröffentlicht:

Wo steht Netflix?

Christian Jung,

Seit gestern ist Netflix, quasi der Erfinder des (legalen) Video-Streamings, auch in Deutschland angekommen. Die Berichte häufen sich schon, daher will ich hier keinen ausführlichen Vergleich zwischen Netflix und den Konkurrenten Watchever und Amazon anstellen, sondern einfach ein paar Gedanken zum Streaming-Markt notieren:

  1. Der größte Feind der Streaming-Seiten ist nach wie vor die Filmindustrie selbst. Klingt absurd? Dabei ist die Filmindustrie für einige der größten Schwächen aller Streaming-Anbieter verantwortlich. Sie beharrt auf Silverlight als Abspielplattform auf Computern – angeblich kann man nur damit seinen wertvollen Inhalt absichern, auch wenn das Plugin kontinuierlich zu Abstürzen neigt und mit Ressourcen umgeht wie CorelDraw– sie nimmt Inhalte nach bestimmten Zeiten wieder offline und es liegt ebenfalls nur an der Industrie, wie lange es nach Kinostart dauert, bis ein Film auch legal gestreamt werden kann.
  2. Als Nutzer von gleich zwei AppleTVs im Haushalt war es für mich sehr beruhigend, dass neben Watchever auch Netflix es geschafft hat, gleich zum Markstart in Deutschland auf der ältesten aller Set-Top-Boxen zu erscheinen. Amazon, die vor einigen Monaten mit Macht in das Streaming-Geschäft drückten, kann das bis heute nicht behaupten. Dabei will ich im Wohnzimmer keinen Laptop am Fernseher anschließen oder mühsam mit dem Handy über AirPlay streamen – wenn ich doch die passende Box gleich angeschlossen habe. Für mich ist das AppleTV (und mit Abstrichen der Chromecast) die einzig legitime Abspielvariante, die es in die Masse der deutsche Wohnzimmer schaffen kann. Allein das macht es übrigens spanned, was Apple für die Zukunft noch im Köcher hat.
  3. Auch wenn Netflix sehr spät ins deutsche Geschäft eingestiegen ist, könnte es meinem Eindruck nach immer noch reichen, um die Mitbewerber zu überholen. Warum? Nun, weniger aus eigener Stärke – auch wenn ich das Angebot nicht so erbärmlich finde, wie andere – sondern aus Schwäche der Mitbewerber. Sky ist für mich ein Nischenprodukt, Watchever steht angeblich wegen Unprofitablität zum Verkauf (Netflix, das wäre doch ‘was?) und Amazon, naja, scheint nicht so richtig zu wollen. Beim Versandriesen hat man scheinbar in der Chefetage entschieden, Streaming nach vorn zu bringen, aber dann folgt wenig hinterher. Jeder Prime-Kunde ist jetzt automatisch Streaming-Kunde, aber das Angebot verharrt seit Wochen auf dem gleichen Stand. Über das AppleTV hatten wir schon gesprochen und dann ist da noch die Sache mit der Bedienoberfläche. Filme finden, sich überhaupt bei Amazon Prime Instant Video (dieser Name…) zurecht zu finden, ist nicht gerade einfach. Alles Dinge, die Watchever (faktisch) und Netflix (vermutlich) besser machen.

Ich habe jedenfalls erstmal den Testmonat bei Netflix abgeschlossen, nutze die Gelegenheit, um endlich House of Cards umsonst schauen zu können und werde nach einem Monat mindestens eine der Plattformen rausschmeißen. Welche es sein wird? Im Moment steht Amazon ganz oben auf der Liste…

3D-Drucker im Autobau

Christian Jung,

Auch wenn 3D-Drucker bei noch kaum jemandem im Alltag angekommen sind, setzt zumindest ein Autohersteller in der Fertigung auf Werkzeuge aus diesen Geräten. Opel berichtet:

Rüsselsheim.  Es klingt nach Zukunftsmusik, ist aber längst Arbeitsalltag bei Opel: Montagewerkzeuge aus dem 3D-Drucker werden im Produktionsprozess immer wichtiger. Das sechsköpfige Team um Virtual Simulation Engineer Sascha Holl druckt in Rüsselsheim Montagehilfen aus Kunststoff, die europaweit in der Fertigung genutzt werden. Erstmals kommen die in der Produktion schnell herstellbaren Hilfsmittel bei der Montage des ADAM und des neuen ADAM ROCKS in Eisenach zum Einsatz. Und damit soll noch lange nicht Schluss sein: Die Opel-Experten prophezeien den Elementen aus dem Drucker eine zunehmend wichtigere Rolle. „In Zukunft werden immer mehr 3D-Montagewerkzeuge in den Produktionsprozess integriert werden“, sagt Sascha Holl.

Mehr in der Pressemitteilung.

Pong mit Autos

Christian Jung,


Beim diesjährigen Wörthersee-Treffen, eine Art Klassentreffen der Autoverrückten vor allem rund um alle Volkswagen, hat SEAT eine nette Idee umgesetzt: Den Spiele-Klassiker Pong, man erinnert sich – zwei Schläger links und rechts, ein Ball in der Mitte – wird hier mit zwei SEAT Ibiza gespielt. Fährt das linke Auto vor oder zurück, bewegt sich der Schläger des Spielers entsprechend, genau so rechts. Wiedergegeben wird das alles über eine Leinwand vor den Autos. Klingt nach Spaß!

Bild: motor-talk.de