Wo steht Netflix?

Christian Jung,

Seit gestern ist Netflix, quasi der Erfinder des (legalen) Video-Streamings, auch in Deutschland angekommen. Die Berichte häufen sich schon, daher will ich hier keinen ausführlichen Vergleich zwischen Netflix und den Konkurrenten Watchever und Amazon anstellen, sondern einfach ein paar Gedanken zum Streaming-Markt notieren:

  1. Der größte Feind der Streaming-Seiten ist nach wie vor die Filmindustrie selbst. Klingt absurd? Dabei ist die Filmindustrie für einige der größten Schwächen aller Streaming-Anbieter verantwortlich. Sie beharrt auf Silverlight als Abspielplattform auf Computern – angeblich kann man nur damit seinen wertvollen Inhalt absichern, auch wenn das Plugin kontinuierlich zu Abstürzen neigt und mit Ressourcen umgeht wie CorelDraw– sie nimmt Inhalte nach bestimmten Zeiten wieder offline und es liegt ebenfalls nur an der Industrie, wie lange es nach Kinostart dauert, bis ein Film auch legal gestreamt werden kann.
  2. Als Nutzer von gleich zwei AppleTVs im Haushalt war es für mich sehr beruhigend, dass neben Watchever auch Netflix es geschafft hat, gleich zum Markstart in Deutschland auf der ältesten aller Set-Top-Boxen zu erscheinen. Amazon, die vor einigen Monaten mit Macht in das Streaming-Geschäft drückten, kann das bis heute nicht behaupten. Dabei will ich im Wohnzimmer keinen Laptop am Fernseher anschließen oder mühsam mit dem Handy über AirPlay streamen – wenn ich doch die passende Box gleich angeschlossen habe. Für mich ist das AppleTV (und mit Abstrichen der Chromecast) die einzig legitime Abspielvariante, die es in die Masse der deutsche Wohnzimmer schaffen kann. Allein das macht es übrigens spanned, was Apple für die Zukunft noch im Köcher hat.
  3. Auch wenn Netflix sehr spät ins deutsche Geschäft eingestiegen ist, könnte es meinem Eindruck nach immer noch reichen, um die Mitbewerber zu überholen. Warum? Nun, weniger aus eigener Stärke – auch wenn ich das Angebot nicht so erbärmlich finde, wie andere – sondern aus Schwäche der Mitbewerber. Sky ist für mich ein Nischenprodukt, Watchever steht angeblich wegen Unprofitablität zum Verkauf (Netflix, das wäre doch ‘was?) und Amazon, naja, scheint nicht so richtig zu wollen. Beim Versandriesen hat man scheinbar in der Chefetage entschieden, Streaming nach vorn zu bringen, aber dann folgt wenig hinterher. Jeder Prime-Kunde ist jetzt automatisch Streaming-Kunde, aber das Angebot verharrt seit Wochen auf dem gleichen Stand. Über das AppleTV hatten wir schon gesprochen und dann ist da noch die Sache mit der Bedienoberfläche. Filme finden, sich überhaupt bei Amazon Prime Instant Video (dieser Name…) zurecht zu finden, ist nicht gerade einfach. Alles Dinge, die Watchever (faktisch) und Netflix (vermutlich) besser machen.

Ich habe jedenfalls erstmal den Testmonat bei Netflix abgeschlossen, nutze die Gelegenheit, um endlich House of Cards umsonst schauen zu können und werde nach einem Monat mindestens eine der Plattformen rausschmeißen. Welche es sein wird? Im Moment steht Amazon ganz oben auf der Liste…

3D-Drucker im Autobau

Christian Jung,

Auch wenn 3D-Drucker bei noch kaum jemandem im Alltag angekommen sind, setzt zumindest ein Autohersteller in der Fertigung auf Werkzeuge aus diesen Geräten. Opel berichtet:

Rüsselsheim.  Es klingt nach Zukunftsmusik, ist aber längst Arbeitsalltag bei Opel: Montagewerkzeuge aus dem 3D-Drucker werden im Produktionsprozess immer wichtiger. Das sechsköpfige Team um Virtual Simulation Engineer Sascha Holl druckt in Rüsselsheim Montagehilfen aus Kunststoff, die europaweit in der Fertigung genutzt werden. Erstmals kommen die in der Produktion schnell herstellbaren Hilfsmittel bei der Montage des ADAM und des neuen ADAM ROCKS in Eisenach zum Einsatz. Und damit soll noch lange nicht Schluss sein: Die Opel-Experten prophezeien den Elementen aus dem Drucker eine zunehmend wichtigere Rolle. „In Zukunft werden immer mehr 3D-Montagewerkzeuge in den Produktionsprozess integriert werden“, sagt Sascha Holl.

Mehr in der Pressemitteilung.

Pong mit Autos

Christian Jung,


Beim diesjährigen Wörthersee-Treffen, eine Art Klassentreffen der Autoverrückten vor allem rund um alle Volkswagen, hat SEAT eine nette Idee umgesetzt: Den Spiele-Klassiker Pong, man erinnert sich – zwei Schläger links und rechts, ein Ball in der Mitte – wird hier mit zwei SEAT Ibiza gespielt. Fährt das linke Auto vor oder zurück, bewegt sich der Schläger des Spielers entsprechend, genau so rechts. Wiedergegeben wird das alles über eine Leinwand vor den Autos. Klingt nach Spaß!

Bild: motor-talk.de

Ich bin mal wieder unterwegs

Malte Krohn,

Morgen geht es los, ich starte ein neues Reiseprojekt. Nicht zum ersten Mal werde ich über mehrere Tage hinweg mit der Bahn quer durch Deutschland unterwegs sein. Vor ziemlich genau einem Jahr bin ich beispielsweise eine Woche ohne konkretes Ziel durch die Republik gefahren.

Dieses Mal versuche ich mich im Groundhopping, fahre fünf Tage durch die Gegend und werde dabei so viele Sportveranstaltungen wie möglich besuchen. Von meinen Erlebnissen berichte ich auf bahnlotto.de.

Meine “Tweets des Monats” 3/2014

Malte Krohn,

Hier noch auf die Schnelle eine Auswahl der von mir im vergangenen Monat favorisierten Tweets:

(mehr …)

Warum Sky immer noch nicht im Web angekommen ist

Christian Jung,

Es scheint, die Geschichte von Sky oder vormals Premiere ist gespickt von verpassten Chancen, von Marktführerschaft, auf der man sich ausgeruht hat. Wenn man sich zurück erinnert, welche Rolle Premiere noch Anfang des Jahrzehnts gespielt hat, kann man sich nur schwer vorstellen, dass der Markt für Video-On-Demand heute nicht von Premiere/Sky dominiert wird, sondern von Watchever, Maxdome und Amazon. Hatte nicht Premiere die Zuschauer dazu erzogen, für besonders gute Inhalte auch zu zahlen? Dass das Internet seinen Siegeszug antrat und Bandbreite nicht mehr nur noch über Kabel und Satellit ausreichend für Videoübertragungen ist, hat man in Unterföhring ganz offensichtlich nicht mitbekommen. Denn hätte man es, die eben genannten marktdominierenden VoD-Anbieter gäbe es heute nicht in der Form.

Immerhin, es gibt mittlerweile Sky Go, damit man nicht mehr an den Decoder gefesselt ist:

“Der Pay-TV-Sender Sky schaltet seinen On-demand-Dienst Sky Go für alle Abonnenten frei. Bislang konnte der Dienst nur mit bestimmten Abonnements genutzt werden, ab März steht er allen Sky-Kunden kostenlos zur Verfügung. Nutzer können dann Inhalte wie Sport, US-Serien und Hollywood-Blockbuster jederzeit abrufen – sogar unterwegs auf Smartphone und Tablet-PC.”

Doch auch Sky Go ist nur mit einem normalen Sky Paket erhältlich. Man kann über Sky Go keine Pakete einzeln buchen, keine Filme gegen Bares schauen – es ist nur ein mobiler Zugangsweg zu den ohnehin verfügbaren Inhalten. Und damit ist man an Pakete gebunden, die für den ein oder anderen Nutzer einfach zu groß gepackt sind. Wer Formel 1 schauen will, muss auch für Golf und Tennis bezahlen. Wer Action-Filme mag, kauft sich gleich noch Zeichentrickfilme für jeden Tag dazu.

Machen wir’s an einem konkreten Beispiel noch deutlicher, warum Sky die Möglichkeiten des Internets noch nicht verstanden hat:

  1. Es ist Dienstag nachmittag, heute Abend läuft das Champions-League-Spiel von Borussia Dortmund gegen Real Madrid
  2. Du hast das Hinspiel gesehen, weil es im Free-TV lief. Das Rückspiel könnte mächtig spannend werden, Dortmund muss 4 Tore schießen, um weiter zu kommen. Also:
  3. Versuchst du herauszufinden, wie du auch dieses Spiel ansehen kannst. Und siehe da: Die Lizenzen liegen bei Sky. In Deutschland gibt es so gut wie keine andere Möglichkeit, das spiel zu sehen.
  4. Fragen wir doch mal bei Sky nach:

Sky könnte zahlreiche neue Kunden erreichen, wenn es Sky Go außerhalb der normalen Sky Pakete buchbar machen würde. Und idealerweise würde man die Pakete sehr fein streuen, bis hin zu einem einzelnen Spiel/Rennen/Film, das/den man einzeln bezahlen kann. Ich vermute ganz dreist, dass das nicht passieren wird.

Und im Gegensatz zum Film- und Serienmarkt kann Sky bei Bundesliga, Champions League und so weiter nichtmal von einer Konkurrenz bedroht werden, weil kein neuer Anbieter sich die teuren Sportlizenzen leisten kann. Aber ich lasse mich gern überraschen…

DJ-App für Spotify-Nutzer

Malte Krohn,

Bereits seit längerer Zeit bin ich begeisterter Spotify-Nutzer. Was mir bislang aber weitestgehend gefehlt hat, war die Möglichkeit in anderen Apps auf den Musikkatalog zugreifen zu können. Etwa in der großartigen djay-App von algoriddim. Für Hobby-DJs gibt es mit Pacemaker jetzt aber zumindest eine alternative iOS-App, die Spotify anzapft. Eine App mit einem minimalistischem und dadurch sehr interessantem Bedienkonzept. In der Grundversion ist die App kostenlos, die verschiedenen Funktionen lassen sich jedoch erst per In-App-Kauf aktivieren. App Store: Pacemaker 

Frankfurt Hauptbahnhof: Mehr als S-Bahn und ICE

Malte Krohn,

Kaum einen Bahnhof in Deutschland kenne ich so gut wie den Frankfurter Hauptbahnhof. Fast jeden Wochentag bin ich hier unterwges. Uns verbindet eine Art Hassliebe. Für mich ist er einer der schönsten und geschichtsvollsten Bahnhöfe in Deutschland. Gleichzeitig habe ich an keinem Bahnhof schon so häufig festgehangen, wie in Frankfurt. Signalstörung, vereiste Weichen, Gleisbelegungen, defekte Loks. Kaum etwas, was ich in Frankfurt noch nicht erlebt habe.

Den Charme des Frankfurter Hauptbahnhofs hat Marc Schmidt (aka @nochsoeiner, aka timelapseFFM) im Auftrag der deutschen Bahn in einem tollen Timelapse-Video festgehalten. Bislang konnte ich mich in dem Clip übrigens noch nicht entdecken.

33 Simpsons Charaktere in einer Person

Malte Krohn,

Brock Bake ist ein ulkiger Kerl. Er hat sich der Aufgabe verschrieben, jede x-beliebige Stimme imitieren zu können. Jetzt macht gerade ein neuer YouTube-Clip von ihm die Runde, in dem er fast alle Bewohner von Springfield synchronisiert und das erstaunlich gut.

Meine “Tweets des Monats” 2/2014

Malte Krohn,

Urlaubsbedingt kommt die Auswahl meiner Tweets des vergangenen Monats dieses Mal etwas später.

(mehr …)