Warum Sky immer noch nicht im Web angekommen ist

Christian Jung,

Es scheint, die Geschichte von Sky oder vormals Premiere ist gespickt von verpassten Chancen, von Marktführerschaft, auf der man sich ausgeruht hat. Wenn man sich zurück erinnert, welche Rolle Premiere noch Anfang des Jahrzehnts gespielt hat, kann man sich nur schwer vorstellen, dass der Markt für Video-On-Demand heute nicht von Premiere/Sky dominiert wird, sondern von Watchever, Maxdome und Amazon. Hatte nicht Premiere die Zuschauer dazu erzogen, für besonders gute Inhalte auch zu zahlen? Dass das Internet seinen Siegeszug antrat und Bandbreite nicht mehr nur noch über Kabel und Satellit ausreichend für Videoübertragungen ist, hat man in Unterföhring ganz offensichtlich nicht mitbekommen. Denn hätte man es, die eben genannten marktdominierenden VoD-Anbieter gäbe es heute nicht in der Form.

Immerhin, es gibt mittlerweile Sky Go, damit man nicht mehr an den Decoder gefesselt ist:

“Der Pay-TV-Sender Sky schaltet seinen On-demand-Dienst Sky Go für alle Abonnenten frei. Bislang konnte der Dienst nur mit bestimmten Abonnements genutzt werden, ab März steht er allen Sky-Kunden kostenlos zur Verfügung. Nutzer können dann Inhalte wie Sport, US-Serien und Hollywood-Blockbuster jederzeit abrufen – sogar unterwegs auf Smartphone und Tablet-PC.”

Doch auch Sky Go ist nur mit einem normalen Sky Paket erhältlich. Man kann über Sky Go keine Pakete einzeln buchen, keine Filme gegen Bares schauen – es ist nur ein mobiler Zugangsweg zu den ohnehin verfügbaren Inhalten. Und damit ist man an Pakete gebunden, die für den ein oder anderen Nutzer einfach zu groß gepackt sind. Wer Formel 1 schauen will, muss auch für Golf und Tennis bezahlen. Wer Action-Filme mag, kauft sich gleich noch Zeichentrickfilme für jeden Tag dazu.

Machen wir’s an einem konkreten Beispiel noch deutlicher, warum Sky die Möglichkeiten des Internets noch nicht verstanden hat:

  1. Es ist Dienstag nachmittag, heute Abend läuft das Champions-League-Spiel von Borussia Dortmund gegen Real Madrid
  2. Du hast das Hinspiel gesehen, weil es im Free-TV lief. Das Rückspiel könnte mächtig spannend werden, Dortmund muss 4 Tore schießen, um weiter zu kommen. Also:
  3. Versuchst du herauszufinden, wie du auch dieses Spiel ansehen kannst. Und siehe da: Die Lizenzen liegen bei Sky. In Deutschland gibt es so gut wie keine andere Möglichkeit, das spiel zu sehen.
  4. Fragen wir doch mal bei Sky nach:

 

Sky könnte zahlreiche neue Kunden erreichen, wenn es Sky Go außerhalb der normalen Sky Pakete buchbar machen würde. Und idealerweise würde man die Pakete sehr fein streuen, bis hin zu einem einzelnen Spiel/Rennen/Film, das/den man einzeln bezahlen kann. Ich vermute ganz dreist, dass das nicht passieren wird.

Und im Gegensatz zum Film- und Serienmarkt kann Sky bei Bundesliga, Champions League und so weiter nichtmal von einer Konkurrenz bedroht werden, weil kein neuer Anbieter sich die teuren Sportlizenzen leisten kann. Aber ich lasse mich gern überraschen…

DJ-App für Spotify-Nutzer

Malte Krohn,

Bereits seit längerer Zeit bin ich begeisterter Spotify-Nutzer. Was mir bislang aber weitestgehend gefehlt hat, war die Möglichkeit in anderen Apps auf den Musikkatalog zugreifen zu können. Etwa in der großartigen djay-App von algoriddim. Für Hobby-DJs gibt es mit Pacemaker jetzt aber zumindest eine alternative iOS-App, die Spotify anzapft. Eine App mit einem minimalistischem und dadurch sehr interessantem Bedienkonzept. In der Grundversion ist die App kostenlos, die verschiedenen Funktionen lassen sich jedoch erst per In-App-Kauf aktivieren. App Store: Pacemaker 

Frankfurt Hauptbahnhof: Mehr als S-Bahn und ICE

Malte Krohn,

Kaum einen Bahnhof in Deutschland kenne ich so gut wie den Frankfurter Hauptbahnhof. Fast jeden Wochentag bin ich hier unterwges. Uns verbindet eine Art Hassliebe. Für mich ist er einer der schönsten und geschichtsvollsten Bahnhöfe in Deutschland. Gleichzeitig habe ich an keinem Bahnhof schon so häufig festgehangen, wie in Frankfurt. Signalstörung, vereiste Weichen, Gleisbelegungen, defekte Loks. Kaum etwas, was ich in Frankfurt noch nicht erlebt habe.

Den Charme des Frankfurter Hauptbahnhofs hat Marc Schmidt (aka @nochsoeiner, aka timelapseFFM) im Auftrag der deutschen Bahn in einem tollen Timelapse-Video festgehalten. Bislang konnte ich mich in dem Clip übrigens noch nicht entdecken.

33 Simpsons Charaktere in einer Person

Malte Krohn,

Brock Bake ist ein ulkiger Kerl. Er hat sich der Aufgabe verschrieben, jede x-beliebige Stimme imitieren zu können. Jetzt macht gerade ein neuer YouTube-Clip von ihm die Runde, in dem er fast alle Bewohner von Springfield synchronisiert und das erstaunlich gut.

)

Meine “Tweets des Monats” 2/2014

Malte Krohn,

Urlaubsbedingt kommt die Auswahl meiner Tweets des vergangenen Monats dieses Mal etwas später.

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Apple CarPlay

Christian Jung,

Schon lange habe ich vermutet, dass das iPhone zu einem integralen Bestandteil der Multimedia-Einheiten von Autos werden würde. Man hat ja fast alles, was Autohersteller bisher selbst angeboten haben, in der Hosentasche: Navi, Telefon, Musik. Jetzt kommt es tatsächlich so: Mit Apple CarPlay. Einen guten Eindruck von den Möglichkeiten bietet dieses Demo-Video von Volvo:

Mehr Infos dazu gibt es bei MacRumors.

Fußballspiele im Kalender

Christian Jung,

Zugegeben, bis zur Weltmeisterschaft im Sommer ist es noch etwas hin. Aber auch davor gibt es noch Spiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft wie zum Beispiel nächste Woche Mittwoch gegen Chile. Generell hält sich meine Leidenschaft für Fußball mittlerweile in Grenzen, lang her sind die Schulzeiten, wo ich glühender Fan des VfB Stuttgart war. Aber so ein richtig schönes Champions League Spiel oder eines der Nationalmannschaft schaue ich mir immer wieder gerne an. Blöd nur, dass ich oft genug erst durch die Spielbesprechungen am nächsten Tag erfahre, das wieder eines gewesen wäre.

Zumindest für die Nationalmannschaft lässt sich da Abhilfe schaffen: Mit einem Google-Kalender, in dem alle Spiele eingetragen werden. Diesen netten Service übernimmt natürlich nicht der DFB, das wäre viel zu fortschrittlich, sondern der nette David Radicke aus Walldorf. Auf seiner Internetseite fussball-spielplan.de kann man eine Menge von Kalendern abonnieren und sich so über WM-Spiele oder sogar die Spiele der Lieblingsmannschaften in der Bundesliga informieren lassen:

Ständig aktualisierte Spielpläne für iPhone/iPad, Android Smartphones, Apple (iCal), Google Kalender, Outlook und viele andere Kalender auf iCal-ICS-Basis – kostenlos. Öffentlich verfügbar sind hier 3 Gesamtkalender mit jeweils allen Spielen und Mannschaften für die 1. Bundesliga, 2. Bundesliga, bzw. 3. Liga – oder jeweils ein Kalender für nur 1 Mannschaft dieser 3 Ligen. Und auch ein Kalender für die Endrunde der WM 2014.

Eine dicke Empfehlung dafür.

Amazon greift Watchever an

Christian Jung,

Bisher konnte Lovefilm, Amazons Streaming-Dienst nicht wirklich mit Watchever mithalten. Weniger Angebot für vergleichbare Preise sind nicht unbedingt ein Zugpferd für den Wettbewerb. Aber jetzt bläst Amazon zum Angriff, indem es Lovefilm in sein Prime-Angebot integriert. Prime war bisher ein Dienst, mit dem man Amazon-Pakete schon am nächsten Tag und vor allem immer versandkostenfrei bekam. Bestellt man öfter kleinere Mengen, rechnete sich Prime recht schnell. Ab morgen kann nun jeder Prime-Nutzer auch voll auf Lovefilm zugreifen – und das zumindest für ein Jahr zum gleichen Preis von knapp 30 Euro im Jahr. Im Jahr darauf wird der Preis zwar auf 49 Euro steigen, doch selbst das ist in der Kombination ein starkes Angebot.

Mit Prime Instant Video haben Sie künftig unbegrenzten Zugang zu über 12.000 digitalen Filmen und Serienepisoden. Ab dem 26. Februar können Sie überall und so oft Sie möchten Ihre Lieblingsfilme und -serien über Prime Instant Video sehen, und das auf vielen beliebten Endgeräten, wie dem Kindle Fire, iPhone und iPad sowie Smart-TVs, Blu-ray Player und Spielekonsolen. […] Als Prime-Mitglied können Sie ab dem 26. Februar den Video Streaming Service ohne zusätzliche Kosten in Anspruch nehmen. Die Gebühr für Amazon Prime bleibt bis zur nächsten Verlängerung Ihrer Mitgliedschaft am 9. April 2015 unverändert. Danach beträgt die jährliche Mitgliedschaftsgebühr nur 49 EUR. Im Vergleich zu zwei separaten Mitgliedschaften bei Prime und dem Streaming Service Lovefilm bedeutet dies eine jährliche Ersparnis von 63 EUR. Darüber hinaus genießen Sie natürlich weiterhin alle Vorteile von Prime.

Ich werde mir Lovefilm daher ab morgen noch einmal genauer ansehen. Und wenn das Angebot mittlerweile mithalten kann, braucht es schon starke Argumente von Watchever, damit ich bei ihnen bleibe.

Update 15:46:

Offensichtlich scheint Amazon wirklich den großen Einstieg ins Streaming-Geschäft zu suchen. Bei @AmazonHelp beschweren sich auf Twitter zahlreiche Nutzer auch aus anderen Ländern, dass sie mehr für einen Service bezahlen sollen, den sie gar nicht nutzen möchten. Um @Uncle_nige zu zitieren:

“Musik” entdecken mit Forgotify

Malte Krohn,

Über 20 Millionen Songs lassen sich inzwischen bei Spotify abrufen. Neben den Chart-Hits mit vielen Millionen Abrufen gibt es auch so manche Perle, die sich über die “Stöbern”-Funktion finden lässt. Für diese Funktion hat sich Spotify vor einiger Zeit Tunigo einverleibt. Über die App habe ich vor knapp einem Jahr berichtet.

Trotzdem gibt es weiterhin angeblich knapp vier Millionen Songs aus dem Verzeichnis, die noch nie abgespielt wurden. Hier setzt das Angebot Forgotify an. Über die Web-App lässt sich so mancher interessante Song, aber vor allem sehr, sehr viel Schrott entdecken, der noch nie angehört wurde.