#i3tour – Die Route mit 518km

Wir haben heute Abend nochmals an der Route gefeilt und denken, dass wir eine gute Lösung gefunden haben: Die maximale Wegstrecke sind 117km, die meisten Etappen pendeln zwischen 90 und 110km. Für alle Strecken haben wir Notfall-Ladepunkte gefunden und notiert, sodass wir auch bei unerwarteten Verbräuchen mobil bleiben können. Ob das alles klappt? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Glücklicherweise haben wir einige zeitliche Reserve, bis wir am Abend im Hotel sein müssen.

Die Gesamtzahl finde ich schon beeindruckend: 518 Kilometer mit einem Elektroauto an nur einem Tag. Die 5 Stunden 45 Minuten, die Google Maps angibt, sind allerdings ein Witz, das werden wohl eher 10-12 Stunden.

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#i3tour – Da ist er (und oh mann, die Reichweite)

Heute habe ich mit Malte den i3 in Gießen abgeholt. Es ist schon ein besonderes Gefühl, wenn man ein Auto wie dieses in die Hand bekommt. Der i3 ist einfach anders als die meisten Fortbewegungsmittel. Das geht schon los mit dem Ladekabel, das noch in der Tankklappe steckt und hört beim großartigen und zugleich seltsamen Fahrgefühl nicht auf.

Zu Hause habe ich ihn gleich an die Haushaltssteckdose gehängt, wo er auch problemlos lädt, und ein paar Fotos gemacht:

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…und oh mann, die Reichweite

Auf der Rückfahrt von Gießen hatte ich übrigens die Gelegenheit, erste Erfahrungen mit der Reichweite zu sammeln. Und die machen leider mehr Angst als Hoffnung. 190km elektrische Reichweite hat der i3 im Datenblatt stehen. Aber selbst im rigiden EcoPro+ Modus standen in Gießen nur 120km auf der Anzeige. Nun gut, dachte ich, das wird sich beim Fahren schon beheben. Wer schonmal beim konventionellen Auto darauf geachtet hat, wie sich die Reichweite bei zurückhaltender Fahrweise immer erhöht, wird verstehen, was ich meine.

Aber Pustekuchen, trotz Tempomat auf 92km/h hinter den Lastwagen blieb die Summe immer auf etwa 120km. Und das trotz Klimaanlage und Heizung aus, keine Sitzheizung, kein Abblendlicht und nie schneller als 95km/h. Wow.

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Vielleicht war der Wagen nicht ganz voll, vielleicht würde sich die Reichweitenrechnung gegen Ende auch noch verbessern, im Moment weiß ich das nicht. Unsere erste Etappe am Mittwoch sind 112km, wir werden es heraus finden.

#i3tour – So langsam wird es ernst

In der letzten Woche haben wir uns nach Ferienhaus und Hotels umgesehen und spätestens da bemerkt: Es wird ernst. In etwas mehr als einer Woche starten wir unserem ambitionierten Versuch, ob und wie gut man mit einem Elektroauto an die Nordsee fahren kann.

Heute habe ich mit dem Autohaus ASW Wahl in Gießen die Details zur Übergabe geklärt und dabei gedacht, es wäre wieder an der Zeit für einen Update im Blog. Also dann:

Zur Route und anderen Orten

Bisher stand für uns nur die Nordsee als Ziel fest, jetzt können wir es konkreter machen: Das Ziel ist Neßmersiel, gleich unter Norderney und Baltrum. Außerdem haben wir die Hin- und Rückfahrt geplant und sind zumindest mit ersterer bereits so gut wie fertig.

Die erste Idee, uns entlang der A1 nach Norden zu hangeln, hat sich ziemlich schnell zerschlagen, weil zwischen Hamm und Oldenburg jedenfalls über unsere Quellen keine CCS-Ladestation zur Verfügung zu stehen scheint. Damit hätten wir mehr als 200km Reichweite zu überbrücken – das könnte mit dem i3 schwierig werden und ist uns etwas viel Risiko.

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Quelle: Fastned.nl

 

Stattdessen werden wir wohl über Holland fahren, wo das Unternehmen Fastned ein mehr als beeindruckendes Netz an Schnellladern direkt an der Autobahn unterhält. Damit könnten wir es an einem Tag von Mittelhessen bis an den Dollart schaffen. Der Plan ist mutig, aber wir sind optimistisch und gespannt.

Erster Rückblick auf die Planungen

Schon die ersten Trockenübungen mit Karten von Stromtankstellen haben uns etwas ernüchtert. Zwar gibt es einige Angebote, die Zapfsäulen verzeichnen – aber entweder fehlen Infos zu Zahlungen oder zu den unfassbar vielfältigen Steckersystemen oder die Filterung der Suchergebnisse ist nicht möglich. So hangeln wir uns von Internetseite zu Internetseite, von App zu App und versuchen uns einem vielleicht richtigen Auskunftsstand anzunähern. Wenn man so eine Tour wie unsere nicht wochenlang im Voraus vorbereitet, kann man jedenfalls gewagte Tagesetappen von 400-600 Kilometern, wie wir sie jetzt fahren werden, ziemlich vergessen. Man braucht einfach zu lange, um die Infos zusammen zu tragen.

Vielleicht wird aber das Auto selbst dieses Problem lösen, denn das Navigationssystem des i3 ist natürlich nicht “your everyday TomTom”, sondern hoch angepasst an das Auto. Wer weiß, welche Möglichkeiten das noch bietet – wir werden noch darüber schreiben.

Unterstützung von BMW

Auch wenn wir kein Problem damit haben, unsere Reise selbst zu finanzieren, haben wir einfach mal bei BMW angefragt, ob man uns nicht unterstützen will. Von einer ersten E-Mail Anfrage Anfang Februar haben wir nie wieder etwas gehört, erst das mehrmalige Nachhaken via Twitter (@BMWi) brachte uns letzte Woche schließlich den richtigen Kontakt für “Blogger Relations” bei der BMW AG. Um es kurz zu machen: So offenherzig wie das Kommunikationsverhalten ist auch die Bereitschaft zur Unterstützung – es wird keine geben.

“wir haben ihre Anfrage geprüft, können Ihnen jedoch kein positives Feedback geben bzw.  ihr Vorhaben derzeit nicht unterstützen. Uns erreichen täglich Anfragen in diesem Bereich, unsere Kommunikations- und Marketingmaßnahmen unterliegen jedoch sehr engen Regularien. Wir bitten Sie insofern um ihr Verständnis. “

Schade, aber vermutlich verpasst BMW da eine bessere Gelegenheit als wir. Unseren Trip werden wir wie geplant trotzdem durchziehen.

Endlich eine gute Freisprecheinrichtung…

Ich weiß gar nicht, wie lange ich schon mit dem Thema Freisprecheinrichtung im Auto kämpfe. Da für mich neue Autos noch nie in Frage gekommen sind, kann ich auch nicht auf die immer besser werdenden Hersteller-Freisprechanlagen setzen. Stattdessen muss ich mit Nachrüstungen arbeiten. Bisher hatte ich ein Alpine-Radio in meinem Wagen, das über ein  KCE-400BT seine Bluetooth-Funktion nachgerüstet bekam. Das Mikrofon hatte ich im Armaturenbrett mit direkter Ausrichtung auf den Fahrer verbaut – aber die Tonqualität war erschütternd. Innerorts konnte man mich noch verstehen, aber sobald es auf Landstraßentempo ging,  war die Verständigung stark eingeschränkt.

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Also habe ich mich in den letzen Wochen wieder auf die Suche nach Lösungen gemacht, zuerst nach besseren Mikrofonen zum Nachrüsten an die Alpine-Anlage. Aber dann bin ich über das Parrot MINIKIT Neo 2HD gestolpert, das vor kurzer Zeit in der aktualisierten Fassung auf den Markt gekommen ist.

Und ich kann nur eins sagen: Es ist perfekt, besser noch als jede Freisprechanlage in modernen Mietwagen, die ich schon genutzt habe. Das Minikit verbindet sich per HFP 1.6, A2DP undPBAP und deckt damit alle Nutzungen bis hin zur Übertragung von Navi-Anweisungen ab. Es wird an die Sonnenblende geklemmt und richtet damit sowohl Bedienelemente als auch Mikrofon direkt auf den Fahrer aus. Die Bedienelemente braucht man aber nie, denn das Minikit hat eine hervorragende Sprachsteuerung, die mich im Gegensatz zu Siri bisher bei jedem Anlauf richtig verstanden hat. Kommt ein Anruf an, sagt man eben einfach “Annehmen”. Möchte man jemanden anrufen, spricht man einfach dessen Namen – denn beim ersten Verbinden hat sich das Adressbuch synchronisiert.

Die Sprachqualität ist enorm, der kleine Lautsprecher sorgt für guten Klang auf meiner Seite und die Gesprächspartner verstehen mich sogar noch besser. Keine Doppelungen, keine Rückkoppelungen, ja, nichtmal das Fahren mit offenem Fenster auf der Landstraße stellt das Minikit vor Herausforderungen.

Ist man einmal in einem anderen Auto unterwegs, zieht man das Minikit einfach von der Sonnenblende und nimmt es mit – mehr als 10 Stunden Gesprächsdauer und mehr als 6 Monate verlängerte Standby-Dauer lassen einen dabei auch schonmal das Kabel vergessen. Und das alles kommt für schmale 74 Euro (bei Amazon mit Prozenten für uns). Wow.

 

Das Problem mit den Car Interfaces

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Touchscreens oder überhaupt große Bildschirme finden sich in immer mehr modernen Autos. Tesla Motors setzt in seinem Model S gleich auf einen 17″-Touchscreen. Was für eine Diagonale. Aber mit immer mehr Bildschirmen lastet auch eine immer größere Herausforderungen auf den Interface Designer, die das Ganze ansehnlich, leicht erfassbar und bedienbar gestalten müssen. Nicht immer klappt das, siehe eben Tesla.

Die großartigen Information Designer vom buero oberhaeuser haben einen Gegenvorschlag:

I was very excited when Tesla launched its Model S a few years ago hosting a brilliant 17 inch capacitive touchscreen as it’s main control unit. However I was a little disappointed when I saw their interface design. While the UX has some promising rudiments, the visual design could be from the early Web 2.0 era. When you’re brave enough to replace all your in-car controls with a huge touchscreen, why stop there? Why use plenty of skeuomorphisms to mimic actual buttons instead of emphasizing the fact that you no longer have those haptic buttons and detach your UI from their technical restrictions?

Hier gehts zum Entwurf…

Schlafwagen-Hotel

Wem ein normales Hotel zu langweilig ist, der kann auch auf etwas ausgefallenere Unterkünfte ausweichen. Sei es die Iglu Lodge in Oberstdorf oder das Baumhaushotel Solling. Eine ebenfalls interessante Variante ist das Schlafwagen-Hotel im unterfränkischen Amorbach.

In den ausrangierten Schlaf- und Salonwagen haben bis zu 28 Übernachtungs- und 40 Konferenzgäste Platz. Ich war selbst noch nicht dort, aber bei nächster Gelegenheit werde ich sicherlich mal vorbeischauen.

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Für den Fall, dass die Bahn noch weiter Nachtzugverbindungen ausdünnt (siehe auch “Der Nachtzug darf nicht sterben!“), bleibt in der bayrischen Provinz also zumindest etwas Bahn-Nostalgie erhalten.

Blumentopf

Ich bin ja eigentlich nicht der größte Hip-Hop-Fan, aber für das neue Blumentopf-Album mache ich eine Ausnahme.

Und wo ich gerade dabei bin, noch ein kurzer Hinweis auf ein interessantes Interview mit dem Blumentopf Cajus Heinzmann, der unter die Trail Runner gegangen ist: “Ein Lauf mit Cajus Heinzmann“.

Das Smartphone als Einkaufsliste

Lange Zeit diente meiner Frau und mir Evernote als Einkaufslisten-Tool. Wobei letztendlich eigentlich keiner von uns beiden wirklich aktiv damit gearbeitet hat. Zu umständlich war es, die Listen auf diese Weise zu führen. Deshalb hatte ich mich vor einiger Zeit auf die Suche nach einer Alternative begeben. 

Eine Schwierigkeit dabei war, dass wir eine Anwendung suchten, die ohne Probleme zwischen iOS und Android hin und her syncen kann. Letztendlich begegneten mir bei der Recherche immer wieder Buy me a pie und Bring!

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Quelle: Bring!

Warum wir uns letztendlich für Bring! entschieden haben, weiß ich gar nicht mehr so genau. Auf jeden Fall sagte mir das App-Design zunächst eigentlich überhaupt nicht zu. Das Kästchen-Layout mit den visualisierten Produkten fand ich irgendwie seltsam. Inzwischen muss ich aber sagen, dass mich gerade diese Besonderheit absolut begeistert. Seit mehr als einem halben Jahr haben wir Bring! inzwischen im Einsatz und nutzen die App weiterhin sehr aktiv. Über Änderungen auf der Einkaufsliste oder ein Einkaufsvorhaben kann man sich gegenseitig per Push-Meldung benachrichtigen.

Schön ist auch, dass die Schweizer Entwickler regelmäßig neue Features veröffentlichen. So lassen sich in der App seit kurzem auch mehrere Einkaufslisten parallel führen. 

Mehr Infos im Video:

Download: Apple AppStore / Google PlayStore

Der Skoda Aufmerksamkeitstest

Um zu beweisen wie faszinierend der neue Fabia ist, hat Skoda einen Aufmerksamkeitstest veröffentlicht. Wirklich beeindruckend.

Bandprobe im Lieferwagen

Bereits im vergangenen Herbst hat die kanadische Band Secret Broadcast mit drei GoPro-Kameras ein Musikvideo in einem fahrenden Lieferwagen gedreht. Nun ist der Clip im offiziellen YouTube-Kanal von GoPro gelandet und geht seitdem ordentlich rund.