Die Bahn kann auch pünktlich sein

Die Bahn kann auch pünktlich sein. Unter diesem Titel habe ich am vergangenen Wochenende auf dem Barcamp in Düsseldorf gemeinsam mit Ingo (@scytto) und Marco (@mahrko) eine Session angeboten. Die beiden sind definitiv genauso große Bahnfans wie ich und so kamen wir auf die Idee ein paar Tipps an Gelegenheitsbahnfahrer weiter zu geben. Im Anschluss an die Session wurde ich darauf angesprochen, ob ich einige der Tipps auch noch mal zusammengefasst bloggen könnte. Dann fangen wir mal an:

Hauptbahnhof Frankfurt am Main

1. Bleib ruhig. Die wichtigste Regel. Niemanden hilft es weiter, wenn du die Nerven verlierst. Erst recht nicht dir selbst. Beim Bahnfahren musst man sich damit abfinden, dass man wenig bis keinen Einfluss auf die Bahnabläufe hat. Man sollte aber auch nie vergessen, dass dies für die meisten Fortbewegungsmittel gilt. Freundlich zu bleiben hilft auch im Umgang mit dem Bahnpersonal. Die Wahrscheinlichkeit, dass dir weitergeholfen wird ist größer, wenn du freundlich bleibst.

2. Nutze Apps. Mit dem Siegeszug der Smartphones haben Bahnfahrer ein mächtiges Werkzeug an die Hand bekommen. Nutze dieses Werkzeug. Die DB Navigator App gibt dir sehr genaue Informationen über Verspätungen oder sonstige Abweichungen.

Sofern du auf einer Strecke fährst, die du gut kennst, lohnt es sich, auf die jeweilige App des Nahverkehrsverbunds umzusteigen. In meinem Fall ist dies die RMV-App. Diese Apps zeigen häufig auch Verbindungen mit einer kürzeren Umsteigezeit an. In der DB Navigator App liegen zwischen zwei Verbindungen immer mindestens zehn Minuten. Im Nahverkehr benötigt man diese Zeit an vielen Bahnhöfen jedoch nicht unbedingt.

Da Google inzwischen seit einiger Zeit mit der Deutschen Bahn kooperiert, kann es sich auch lohnen Google Maps zu nutzen. Inbesondere wenn es um Fußwege von der Haltestelle bis zum Zielort geht, macht das Google-Kartenmaterial die beste Figur.

Bei Fernfahrten schadet es nie, die Netzpläne der Bahn griffbereit auf seinem Handy zu haben. Die PDF-Dokumente findest du auf der Website der Bahn: Streckenkarten und Liniennetzkarten zum Download.

3. Orientiere dich am Speisewagen. In der 2. Klasse hat man ohne Sitzplatzreservierungen häufig rund um den Speisewagen die besten Chancen einen freien Platz zu finden. Der Anspruch auf eine Sitzplatzreservierung verfällt übrigens nach 15 Minuten. Wenn ein Platz nach diesem Zeitraum noch immer frei sein sollte, kannst du dich also auch einfach dort hinsetzen. Bei der Wahl des Zugteils gilt es ganz besonders auf örtliche Gegebenheiten zu achten. An Kopfbahnhöfen lohnt es sich häufig bis ans andere Zugende zu laufen. An Durchgangsbahnhöfen sollte man sich immer von den Treppenaufgängen weg orientieren. Die Wagenreihungen deutscher Fernverkehrszüge findest du unter grahnert.de.

Falls du Plätze reservieren möchtest, kannst du auf bahn.de inzwischen sogar deine Sitzplätze im Zugplan individuell auswählen, so wie man es aus dem Flugzeug kennt.

4. Starte nicht immer am Hauptbahnhof. In einigen Städten werden Fernverkehrszüge nicht am Hauptbahnhof bereitgestellt. Prominente Beispiele sind Berlin (Ostbahnhof/Hauptbahnhof) und Hamburg (Altona/Hauptbahnhof). Für gewöhnlich sind die Randbahnhöfe deutlich geringer frequentiert, als die Zentralbahnhöfe. Um entspannter einsteigen und sich einen Platz suchen zu können, lohnt es sich also die Startbahnhöfe zu nutzen.

5. Informiere dich über deinen Bahnhof. Um zu verhindern, dass du am Zielort verzweifelt Schließfächer oder den Taxistand suchen musst, bietet es sich an, vorab auf bahnhof.de nachzuschauen. Dort findest du alle Informationen über die deutschen Bahnhöfe. So kannst du bspw. auch schon nachschauen, wie du bei einer Umsteigeverbindung von einem auf das andere Bahnsteig kommst. Informationen über deine Zielorte findest du im „Deutschland erleben“-Portal. oder ganz klassisch bei Wikipedia

6. Sprich im Zweifelsfall mit dem Zugbegleiter. Die Zugbegleiter sind nicht nur da, um dein Ticket zu kontrollieren, sondern auch um dir zu helfen. Sollte die Gefahr bestehen, dass du wegen einer Verspätung deinen Anschlusszug verpasst, ist es unbedingt ratsam, dies dem Zugbegleiter mitzuteilen. Nur er hat die Möglichkeit, beim Fahrdienstleister zu beantragen, dass Anschlusszüge warten. Je mehr Leute sich melden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Zug wartet. Also immer fragen.

Solltest du kein gültiges Ticket besitzen (Automat defekt etc.), ist es unbedingt erforderlich den Zugbegleiter unaufgefordert und sofort anzusprechen. Am besten versuchst du noch vor dem einsteigen nach ihm Ausschau zu halten. Ansonsten solltest du nach dem Einsteigen noch mal rausgucken, bevor der Zug abfährt. Der Zugbegleiter ist immer der letzte der in den Zug einsteigt. Sobald sich das Getummel am Bahnsteig gelegt hat, solltest du ihn sehen können. Geh dann am besten auf direktem Weg, durch den Zug, zu ihm und schildere dein Problem.

7. Lass dich nicht vom Bahn-Kauderwelsch irritieren. Wer häufig Bahn fährt verwendet zwangsläufig irgendwann verschiedenste Abkürzungen. Lass dich davon nicht abschrecken. So nennt sich die Anzeigetafel Reisendeninformationssystem (kurz RIS), Frankfurt am Main ist in der Bahnsprache nicht FFM, sondern FF und der Zugführer ist nicht der Lokführer, sondern der oberste Zugbegleiter. Eine Zusammenfassung aller „Betriebsstellen“ (also Bahnhöfe) findest du hier. Dies kann bspw. hilfreich sein, wenn du mit der Bahn via Twitter kommunizierst und du Zeichen sparen möchtest.

8. Prüfe Angebote genau. Regelmäßig gibt es Bahnangebote bei Discountern. Je nachdem wo du hinfahren möchtest, können diese ein wirkliches Schnäppchen sein. Sie lohnen sich jedoch nicht immer. Auf manchen Strecken fährst du günstiger, wenn du auf bahn.de nach Sparpreistickets schaust. Solltest du spontan fahren, kannst du auch probieren ein Restticket bei LTUR zu bekommen. In manchen Fällen kann es sogar sein, dass es günstiger ist, ein 1.-Klasse Sparpreistickets zu kaufen, statt einem 2.-Klasse Ticket. Wenn du es nicht eilig hast oder du nicht weit fahren musst, können sich auch die Ländertickets lohnen. Noch ein Tipp für alle, die im Sommer gerne häufiger mal mit der Bahn fahren. Ab Juni/Juli bietet die Bahn gewöhnlich den sogenannten Deutschlandpass an. Dabei handelt es sich um ein zeitlich befristetes Gesamtnetzticket, ähnlich der BahnCard 100.

9. Schalte dein Handy aus. Immer wieder erlebt man es, dass Bahnfahrer über leere Handyakkus schimpfen. In vielen Fernverkehrszügen gibt es zwar Steckdosen, trotzdem macht es auf einigen Bahnstrecken Sinn, sein Handy in den Flugmodus zu versetzen. Überall dort, wo der Empfang schlecht ist, versucht dein Handy ansonsten mit besonders großer Energie eine Funkzelle zu finden. Wenn der Empfang schlecht ist lohnt es sich sowieso nicht zu telefonieren oder im Internet zu surfen. Von daher kannst du das Gerät auch einfach temporär ausschalten (Nils Neumann hat vor kurzem einen interessanten Blogpost dazu veröffentlich). Zum surfen gibt es in einigen ICEs inzwischen WLAN. Bis dieses aber in einem größeren Rahmen verfügbar ist, wird wohl noch einige Zeit vergehen. Für den Fall der Fälle lohnt es sich beim Bahnfahren übrigens auch immer einen externen Akku in der Tasche zu haben.

10. Sei dir deiner Rechte bewusst. Während der Fahrt hat man, wie unter Punkt 1 geschrieben, wenige Einflussmöglichkeiten auf den Fahrtverlauf, trotzdem hat man als Fahrgast einige Rechte, auf die man im Zweifelsfall pochen kann. Erreicht man seinen Zielort mit mehr als 60 Minuten Verspätung besteht Anspruch auf eine Erstattung. Wie hoch diese Ausfällt hängt vom jeweiligen Ticket und der tatsächlichen Verspätung ab. Die Formulare erhältst du an jedem DB Service Point oder im Internet. Für Streitfälle gibt es die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr. Diese ist auch für alle Streitfälle mit anderen Bahnunternehmen zuständig.

Die Interessen der Bahnkunden vertritt übrigens der Verein pro Bahn. Bei allgemeinen Problemen kann es sich durchaus lohnen, sich auch an diese zu wenden.

Wer noch weitere Tipps hat, kann diese natürlich gerne in den Kommentaren hinterlassen.

30 Kommentare

  1. 1. Tipp für die raren ICE-Züge mit (kostenpflichtigem) WLAN:

    Man kann darüber ohne Bezahlung das RIS für den rollenden Zug einsehen, also auch die Anschlüsse und Verspätungen. Auch praktisch, wenn keine „Ihr Reiseplan“ (Faltblätter) vorhanden sind. Bei der Einbuchung in das WLAN findet man diese Option neben dem (kostenpflichtigen) Login-Formular.

    2. Wer keine City-Option hat (keine BahnCard), kann auch eine Fernverkehrs-Verbindung ab/zu dem jeweiligen S-Bahnhof zu buchen. Üblicherweise werden S-Bahnen von der DB betrieben, das führt dazu, dass es preislich oftmals irrelevant ist, ob man von München Hbf, München Flughafen oder München Marienplatz nach Hamburg fährt — Die Fahrt mit der S-Bahn bekommt man also oftmals „geschenkt“.

  2. Fantastischer Artikel. Nicht nur für Gelegenheits-Bahnfahrer.

    Eine Info die mir noch fehlt:
    Wenn „(NameDerStadt) + City“ auf dem Ticket steht, dann kann ich in der Start- und Ziel-Stadt den Nahverkehr bis zum ziel nutzen, richtig?
    Was mir nicht ganz klar ist: Manchmal kann man am Automaten auswählen, ob man „City“ haben will und manchmal wird es ohne Wahlmöglichkeit einfach drauf gedruckt. Gibt’s da ne Regel?

    PS: Der eine Satz ist etwas missverständlich formuliert: „In einigen Städten werden Fernverkehrszüge nicht am Hauptbahnhof bereitgestellt.“
    Das ließt sich für mich als ob am Berliner Hbf gar keine ICE’s fahren … so wahr’s vermutlich nicht gemeint.

    • Malte Krohn

      22.10.2013 um 00:28

      Wann das City-Ticket automatisch aufgedruckt wird und wann nicht kann ich dir leider nicht sagen. Ich weiß nur, dass eine BahnCard vorliegen und die Strecke mindestens über 100 Kilometer lang sein muss. Ob du das Ticket am Start- und Ziel-Ort nutzen kannst, findest du unter bahn.de raus.

      Mit der Bereitstellung meine ich nur, dass der Zug von dort losgeschickt wird. D.h. in Hamburg und Berlin sind die Hauptbahnhöfe dann bereits die ersten Haltestellen nach dem Start.

    • Bei Strecken, die für ein Cityticket zu kurz sind, läßt sich eins dazubuchen, wenn das Ziel citytickettauglich ist. Das lohnt sich finanziell aber in den meisten Verkehrsverbünden nicht, hauptsächlich die Zeitersparnis, am Ziel kein Nahverkehrsticket lösen zu müssen, springt raus.

  3. Hallo Malte, danke für die Tipps! Zum Finden eines nicht-reservierten Platzes eine Konkretisierung zu „rund um den Speisewagen“: In der Regel ist es der Wagen direkt hinter dem Speisewagen, also der erste der 2. Klasse-Abteile. Sehr oft ist das der Wagen Nr. 7, in dem grundsätzlich keine Reservierungen vergeben werden.

    • Malte Krohn

      22.10.2013 um 00:29

      Vielen Dank. In der Tat ist meine Formulierung etwas missverständlich. Du hast natürlich recht, hinter dem Speisewagen beginnt meist die 1. Klasse. Man sollte sich also am besten an den Wagen vor dem Speiswagen orientieren.

    • Meiner Erfahrung nach ist aber gerade der Wagen direkt neben der 1. Klasse (das ist meist auch der neben dem Speisewagen) sehr voll, weil dort alle Fahrgäste „hängenbleiben“, die auf dem Bahnsteig im Bereich der 1. Klasse warteten, aber 2. Klasse fahren wollten. Günstig ist oftmals auch das Zugende, wo einfach weniger Leute warten.

    • Da kommt auch wieder die Art des Bahnhofs ins Spiel. An Kopfbahnhöfen oder an Bahnhöfen in denen die Aufgänge sehr weit außen positioniert sind, hat man an den Zugenden häufig eher Pech.

  4. Noch vierTipps für Reisende mit Kindern:

    a) Kinder bis 14 Jahre fahren in Begleitung ihrer Eltern oder Großeltern (habe aber noch nie erlebt, dass jemand kontrolliert, ob es nicht die Tante oder der Patenonkel ist) kostenlos mit. Ja, auch im ICE, und auch von München nach Berlin. Immer wieder erstaunlich, wie viele Menschen das nicht wissen.

    b) Wenn man den Schaffner nach Kinderfahrtkarten fragt, bekommt man oft nicht nur einen Kinderfahrschein, sondern (daran hängend) auch einen Gutschein, den man im Bordbistro kostenlos gegen Spielzeug (Malbücher, Stifte, Zeitschriften, Miniatur-ICE) tauschen kann. I.d.R. muss man den Schaffner aber explizit nach einer Kinderfahrtkarte fragen.

    c) Reserviert! Selbst neunzig Minuten im völlig überfüllten Zug mit Gepäck und überdrehtem Dreijährigen sind die Hölle. Ideal ist ein Sitzplatz am Fenster mit Tisch, da können die Kleinen malen, spielen oder aus dem Fenster schauen. Nicht zu unterschätzen ist auch, dass man mit Kindern während der Zugfahrt mal bis zum Zugende und zurück laufen kann – ein deutlicher Vorteil gegenüber dem Auto.

    d) Selbst wenn ihr Familienreservierungen nehmt, kann es sein, dass ihr nicht neben oder gegenüber von euren Kindern sitzt, v.a. wenn ihr spontan bucht. Je nach Alter der Kind ist es aber nicht hinreichend, dass euer Kind im gleichen Wagen drei Reihen vor euch sitzen. Um das zu umgehen, kann man entweder die graphische Sitzplatzanzeige (wie im Flugzeug) nehmen, die bei mir aber bislang in vier von vier Fällen nicht funktioniert hat. Oder ihr reserviert direkt im Reisezentrum am Bahnhof, dort können euch die Mitarbeiter die Plätze auch Wunsch so reservieren, wie ihr es bevorzugt (deren graphische Sitzplatzanzeige ist ausgereifter als die auf bahn.de).

    • Malte Krohn

      23.10.2013 um 23:29

      Hallo Tobi, vielen Dank für die Tipps. :)

    • Toll mit zugbegeisterten Kindern: wenn ihr in einem ICE 3 seit (die mit der windschnittigen Schnauze) gibt es die Möglichkeit, dem Lokführer über die Schulter zu schauen; die kleinen Wagen direkt hinter der Fahrerkabine (der Lounge heißt, http://de.wikipedia.org/wiki/Lounge_(ICE)) sind reguläre Wagen, die Fahrerkabine ist durch eine Glaswand von den Fahrgästen abgetrennt (die der Fahrer allerdings auf undurchsichtig stellen kann, dann Pech gehabt). Fürs Reservieren mit Kindern ist dieser Bereich leider nicht ideal, da Ruhebereich und ohne Tische.

      Die Tür zum vordersten Wagen ist die einzige ohne Lichtschranke außen, in der Mitte gibt es einen Öffnen-Knopf (deshalb sind dort erstaunlich oft mehr Plätze als anderswo frei, weil Leute denken, es sei abgeschlossen; bei manchen Zügen zum Flughafen ist dort allerdings tatsächlich abgeschlossen für Gepäck von Lufthansa-Air-Rail-Kunden).

      Dort gibt es zwar kein Gepäckfach über den Sitzen, aber rechts hinter der letzten Sitzreihe viel Stauraum und eine Garderobe, für Leute mit sperrigem Gepäck ist der Bereich also gut geeignet.

    • Dazu sei von mir als Lokführer (gibt keine „Fahrer“ bei der Bahn! Gilt bei uns als Beleidigung und suggeriert miesen Fahrstil, aber das nur am Rande ;-) ) gesagt – viele Kollegen schalten bei Kindern erst recht auf undurchsichtig. Es gibt da vorne nämlch leider Gottes auch oft genug nicht so schönes zu sehen, was absolut nicht kindertauglich ist.

  5. Zu 10.: Für schlimme Verspätungen lohnt es sich, den entsprechenden Abschnitt 9.1 der Beförderungsbedingungen (http://www.bahn.de/p/view/home/agb/befoerderungsbedingungen/befoerderungsbedingungen.shtml) zu kennen, in dem u.a. auch nötige Taxifahrten und Hotelübernachtungen geregelt sind. Bei störrischen Bahn-Mitarbeitenden, die zustehende Rechte verweigern wollen (gerade die planmäßige-Ankunft-vor-Mitternacht-tatsächliche-Ankunft-nach-Mitternacht-heißt-Taxi-Regel wird oft zu leugnen versucht), ist »Beförderungsbedingungen 9.1« ein ziemlich gutes Signalwort, das Gelegenheitsreisende, die man über den Tisch ziehen kann, von Profireisenden, die sich nicht anlügen lassen, unterscheidet. Leider scheint es Unternehmenspolitik zu sein, die Taxigutscheine nur rauszurücken, wenn man selbst seine Rechte kennt.

  6. Manchmal hilft auch der Wagenstandsanzeiger, den man sich auch vorher ausdrucken kann:
    http://goo.gl/IKpJbU (Danke an Marcus Grahnert).
    Man kann sich allerdings nicht immer darauf verlassen. Wenn sich die Wagenreihung umkehrt/ändert und das erst bei Einfahrt des Zuges bekannt gegeben wird, dann heißt es schnell sein.
    Doch bitte aufpassen und beim Eilen nicht zu nahe an die Bahnsteigkante kommen. Ich habe da schon gefährliche Situationen gesehen.

  7. Malte Krohn

    26.10.2013 um 13:19

    Ein Tipp von Kay Karpinsky via Twitter: „Nützliche Links zu Karten für Menschen, die nicht nur in Deutschland unterwegs sind: http://www.bueker.net/trainspotting/maps.php

    • Und für den innerdeutschen Verkehr ist http://www.grahnert.de/ großartig, wo es Wagenreihungen aller Fernzüge gibt. Damit läßt sich bei planmäßig verkehrenden Zügen rausfinden, welche Art Zug eingesetzt wird (z. B. die Fahrt so planen, daß man einen ICE 3 mit Lounge nehmen kann, oder einen IC mit schon renovierter Innenausstattung, d. h. mit Steckdosen – leider nur sehr wenige – wählen).

    • Malte Krohn

      26.10.2013 um 13:41

      Hatte ich unter Punkt 3 schon verlinkt. ;)

  8. Hoppla, hatte ich nicht mehr präsent.

  9. Noch was was zu Punkt sechs gehört: Hat man an einem Bahnhof weniger als 10 Minuten Zeit um in den Anschluss-Zug umzusteigen, weil Zug 1 sich verspätet, dann ist es auch möglich in einem IC oder ICE weiter zu fahren, selbst wenn man nur ein Regional- oder Studenten-Ticket hat.
    Liegt aber glaube ich im Ermessen des IC-Zugbegleiters. Also wie immer: Mit dem Zugbegleiter sprechen lohnt sich.

  10. Vielen Vielen Dank f

  11. Ich mache das zwar auch nicht immer, aber gerade in volleren Zügen bietet es sich für Alleinreisende an, sich auf den erstbesten nicht reservierten Platz (siehe Anzeige) zu setzen, statt erst einmal zu schauen, ob es nicht doch noch einen Fensterplatz am komplett unreservierten Tisch gibt, etc. Beschleunigt die „Sortierphase“ nach dem Einsteigen enorm.

  12. Tipp:

    Bei grenzüberschreitenden Zugfahrten hat es sich bei mir schon mehrfach gelohnt, einen innerdeutschen Sparpreis bis zur letzten Station vor der Grenze zu kaufen und dann einen weiteren Sparpreis zum Zielort. Das war in den von mir probierten Fällen billiger als ein direktes Ticket. Ich habe das auf den Strecken: Freiburg-Leuven (Freiburg-Aachen und Aachen-Leuven) probiert sowie Mainz-Chur (Mainz-Freiburg, Freiburg-Chur) und zwischen 15 und 20 € gespart. Bei Mainz-Chur bin ich im Eurocity durchgefahren, also kein anderer Zug, bei Freiburg-Leuven bin ich leicht anders gefahren, aber zur selben Zeit wie geplant in Leuven angekommen.

    • Die Sparpreistickets haben aber meistens Zugbindung!
      Was ist, wenn Dein innerdeutscher Zug Verspätung hat? Kann ich dann trotzdem mit meinem Sparticket weiter fahren?

    • Das bedeutet aber eine Stückelung der Fahrkarte, die nicht zwingend ist (denn ein durchgehendes Ticket kann ja erworben werden). Wenn der Anschluss am Fahrkartenübergang weg ist, ist er weg. Das zweite Ticket kannste in die Tonne kloppen. Fahrgastrechte gelten nicht. Höchstens noch auf Kulanz der Zugbegleiter hoffen, aber die Grenzen selbiger sind bei solchen selbst verschuldeten Problemen schnell erreicht.

  13. Max Müller

    29.10.2013 um 18:49

    >Solltest du kein gültiges Ticket besitzen (Automat defekt etc.), ist es unbedingt erforderlich >den Zugbegleiter unaufgefordert und sofort anzusprechen.

    Im Fernverkehr IC/ICE muss man sich nicht um ein Ticket bemühen, sondern darf ruhig warten, bis der Zugbegleiter bei einem vorbeischaut. (Je größer die Verspätung, desto weniger Zugbegleiter sieht man den Zugbegleiter)

    >Noch vierTipps für Reisende mit Kindern:

    Man sollte vielleicht noch hinzufügen, dass eine Reservierung im Ruhebereich mit Kindern nicht immer auf Gegenliebe stößt.

  14. claus nemo

    29.10.2013 um 20:36

    punkt 1 ist sicher der wichtigste, vor allem den hinweis auf die freundlichkeit sollte sich so mancher mitreisende zu herzen nehmen :)

    außerdem hat man auch ein anrecht sein ziel zu erreichen, sollte man auf grund einer verspätung die letze anschlußmöglichkeit verpassen. ich habe so schon einmal eine 80€ teure taxifahrt auf bahnkosten zu meinem zielort bezahlt bekommen. einfach das personal am schalter ansprechen, dann bekommt man einen taxigutschein und der taxifahrer rechnet direkt mit der bahn ab – erstaunlich unbürokratisch!

  15. TilloBillo

    25.01.2014 um 11:54

    Prima Tipps! ich packe meine dazu: http://www.billeb.de/bahntipps.htm

    • Vielen Dank für den Hinweis. Schöne Zusammenstellung. Das Bahnreise-Wiki kannte ich noch gar nicht.

  16. Sollte ein Sparangebot nicht möglich sein oder teurer, weil Start-/Zielort keine Sparoption haben sollte man gucken ob ein Sparangebot vom Bahnhof vorher oder nachher möglich ist bzw. günstiger.
    Oftmals fahren die Züge dann durch den Bahnhof, wo man ursprünglich einsteigen wollte. Oder man bucht eine längere Strecke (zum Sparpreis) und steigt vorher aus.

    So spare ich für eine einfache 5-10 Euro.

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