Ben

Webdesigner & -Entwickler aus Düsseldorf. Seine erste Seite ging 1998 online. Unter dem Namen Topf & Löffel betreibt er auch noch ein Kochblog.

FailHoo

Ben,

Vor über einer Woche habe ich aus beruflichen Gründen einen Account bei Delicious angelegt. Ein FlickR-Pro-User war schon vorhanden und damit eine Yahoo!-ID, die mittlerweile zwingende Vorraussetzung für einen Neuaccount auf Delicious ist. Sämtliche öffentliche Profilinformationen können nur über die Yahoo!-ID geändert werden, genauer gesagt nur über Yahoo! Pulse.

Das ist nicht nur extrem nervig (weil extrem verschachtelt und wirr), es funktioniert auch nicht. Denn ohne gesetzte Privatssphären-Einstellungen kommt man nicht weiter. Eigentlich löblich – blöd ist nur, wenn ausser Fehlermeldungen nichts passiert.

Ohne die Einstellungen zu bestätigen kommt man nicht weiter

Ups, ein Fehler. Willkommen in der Endlos-Schleife

Da denkt man natürlich zuerst, dass bei so einem großen Unternehmen wie Yahoo! so ein Fehler kaum Systematik haben kann: “Das liegt an mir oder das System hat einen kurzen Schluckauf. Morgen wirds schon wieder laufen”.

Mittlerweile ist eine Woche vergangen. Der Fehler ist immer noch da. Noch immer kann ich keine Privatssphären-Einstellungen setzen oder die öffentlichen Profilinformationen ändern. Ich habe mitlerweile sämtliche Browser getestet und in meiner Verzweiflung auch einen zweiten Test-Account angelegt, mit dem ich den Fehler bestätigen konnte. Natürlich habe ich auch Kontakt mit dem Support. Dem reichen aber die von mir beschriebenen Fehlermeldungen nicht, er muss unbedingt Screenshots sehen. Damit man dann auch als Grafik lesen kann, was ich bereits mehrfach beschrieben habe.

Und wer bislang gedacht hat, Yahoo! sei ein uninvatives Unternehmen, dass  mit dem Innovationspotenzial von Google mithalten kann und diesen Kampf für immer verloren hat, den muss ich an dieser Stelle ausdrücklich bestätigen. Auf die Screenshots bekam ich nämlich folgende Antwort:

Vielen Dank fuer Ihre Screenshots, welche wir leider nicht anschauen
koennen, da wir aus Sicherheitsgruenden nur JPG Formate oeffnen koennen
und entschuldigen uns fuer die entstandenen Unanehmlichkeiten.
Wir freuen uns auf Ihre Nachricht, damit wir Ihr Problem loesen koennen.

Hyperdock: Dock aufrüsten

Ben,

Ein kleiner Software-Tipp zum Wochenende: HyperDock rüstet das Dock aus Mac OS mit schniecken Funktionen nach. Unter anderem gehören eine Fenstervorschau, Fenster-Management und neue Shortcuts dazu.

Ich habe mir Hyperdock gerade mal installiert und bin durchaus angetan. Besonders praktisch finde ich, dass man die Fenster in der Preview selektieren (und nebenbei auch verschieben) kann. Wer gerne mal viele Fenster geöffnet hat (und da gehöre ich definitiv dazu), wird dieses Feature schnell zu schätzen wissen :)

Während der Betaphase ist HyperDock noch kostenlos.

(via @weigl)

LED-Monitor: Samsung BX2450

Ben,

Fast ein Jahr lang habe ich am heimischen Schreibtisch auf einen Monitor verzichtet und nur auf das 15″ Display des MacBooks gestarrt. Das Display ist zwar echt gut, aber auf die Dauer etwas klein und der Guck-Winkel für den Nacken auch nicht sonderlich ergonomisch. Ausserdem nervte mich das Macbook auf dem Schreibtisch, der Body hat natürlich ordentlich Platz gefressen und das Kabelgestrüpp hat es nicht ansehnlich gemacht.

Es sollte also wieder ein Monitor her. Die Displays von Apple sind sicherlich schick, aber an dieser Stelle bin ich dann doch zu knausrig. Eine vierstellige Summe für einen Monitor auszugeben leuchtet mir nicht unbedingt ein. Da ich aber mit Samsung-Geräten immer ganz gute Erfahrungen gemacht habe und die auch ein paar schicke Teile im Angebot haben, habe ich mich letztendlich für den SyncMaster BX2450 entschieden: Ein 24 Zoll LED-Monitor mit einem Kontrast von 5.000.000:1 und 2ms Reaktionszeit. Und in einer halbwegs ansprechenden Optik. Das Gerät macht eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln, verfügt über 2 HDMI-Anschlüsse und den normalen VGA-Anschluss.

Samsung SyncMaster BX2450

Natürlich ist das mit externen Monitoren immer so eine Sache – das erste Monitorprofil was OS X geladen hat ging dann auch mal gar nicht. Dank Kalibrierungshardware (Spyder 3 Elite) war aber auch das schnell behoben und seitdem freue ich mich ob des größeren Displays und des aufgeräumteren Schreibtisches. Gekostet hat das Gerät weniger als ein Viertel – runde 250 Euro bei Atelco in Düsseldorf.

Wer also was Gutes mit ansprechender Optik und bezahlbaren Preis sucht, kann ruhig mal ein Auge auf den Samsung werfen. Alternativen könnt ihr gerne in den Kommentaren loswerden, für mich kommen sie allerdings zu spät :)

Kurze Notiz: Als ich kurz nach dem Kauf noch bei Saturn einen HDMI-Adapter für das Macbook geholt habe, lag dort das gleiche Modell für 300 Euro aus. Schon ein ordentlicher Aufschlag, der durch den “tollen und allseits präsenten” Service bei Saturn sicherlich zu begründen ist. Nicht.

Update: Aufgrund einer Nachfrage hier noch das von mir verwendete Farbprofil. Mit dem Kalibierungstool Spyder3 kalibiert, aber trotzdem ohne jede Gewähr: Download ICC-Profil für Mac.

5 Maßnahmen für mehr Sicherheit

Ben,

Anfang dieser Woche erreichte mich die Nachricht, dass die Website eines Grünen Ortsverbandes “gehackt” worden ist. Die gesamten bisherigen Inhalte wurden dabei durch eine einzige schwarze Seite mit islamistischen Inhalten ersetzt. Der Fehler wurde scheinbar relativ schnell behoben, doch die Aufregung bei Einigen war groß: “Kann uns das auch passieren? Ist unsere Seite sicher?”. Zwar besitze ich als Unbeteiligter zu dem genannten Fall keine Informationen – weiß also weder wie der Angriff durchgeführt worden ist, noch wo die Schwachstelle lag – möchte aber an dieser Stelle fünf grundsätzliche Dinge in Puncto “Sicherheit” loswerden.

Screenshot der gehackten Seite - weitere "Hacks" werden angekündigt

1. Verantwortung

Bevor wir zu den konkret greifbaren Maßnahmen kommen: Ist es einmal soweit und die eigene Website schmückt sich mit fremden Inhalt, steht meistens schnell fest: “Da war ein Hacker am Werk!”. Oft wird aber fälschlicherweise von einem Hackerangriff gesprochen, denn erst die eigene Fahrlässigkeit hat dem Angreifer sein Tun ermöglicht. Das kann zum Beispiel eine zu simple Kombination aus Benutzernamen und Passwort sein. Auch gerne genommen werden Standard-Passwörter, die von bestimmten Systemen angelegt werden und nicht geändert worden sind. Eine offene Einladung für manche Gestalten, aber von einem “Hackerangriff” ist so etwas weit entfernt. Sicherheit entsteht nicht einfach so, man trägt eine (seine eigene) Verantwortung dafür, dass niemand Unbefugtes leichtfertig Zugang zum System erhält.

2. Benutzername und  Kennwort

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, die aber oft dem Altar der Bequemlichkeit geopfert wird: Die Auswahl des richtigen Kennworts. Die klassischen Dont’s, ein leeres Kennwort oder Benutzername = Kennwort, sollte man dabei tunlichst unterlassen. Eine gesunde Mindestlänge (mindestens 6, besser 8 Zeichen), sowie eine Mischung aus Buchstaben, Ziffern und Groß- und Kleinschreibung sollten es schon sein. Damit das Passwort trotzdem halbwegs merkbar bleibt, kann man z.B. einzelne Buchstaben durch ähnlich aussehende Ziffern ersetzten. Den Buchstaben “e” kann man so durch die “3″ ersetzen, das “s” durch die “5″, das “o” durch die “0″. Aus dem fiktiven Passwort “hasenohr” wird so z.b. “ha53n0hr”. Jetzt noch zwei Buchstaben in Großschrift und schon haben wir ein annehmbares Kennwort. Daneben sollte man die folgenden Dinge berücksichtigen:

  • Regelmäßig das Kennwort wechseln:
    Alle 6 – 12 Monate sollte man sein Kennwort trotzdem ändern, je öfter desto besser. Auf diese Art und Weise kann man nicht nur die Gefahr von Brutforce-Angriffen (die bei einem starken Kennwort ungefähr so lange für die richtige Kombination benötigen) minimieren, auch der längst in Vergessenheit geratene Praktikant aus dem letzten Jahr kommt nicht mehr in das System.
  • Jedem sein eigenes Kennwort:
    Apropos Praktikant: Wenn mehrere Personen zum System Zugang haben, dann aber bitte mit eigenen Zugängen. So kann man nämlich nicht benötigte Zugänge umgehend deaktivieren. Und natürlich gilt: Sein eigenes Passwort wird nicht weitergegeben und klebt auch nicht auf einem Post-It am Monitor.
  • Standard-Benutzernamen vermeiden:
    In der Regel erfolgt der Zugang zum System über eine Kombination aus Benutzernamen und Kennwort. Dabei kann die Auswahl des richtigen Benutzernamens schon fast wie ein eigenes Kennwort wirken. Auf “admin”, “administrator” oder “root” sollte man deshalb besser verzichten.
  • Aus dem System ausloggen:
    Nach getaner Arbeit sollte man sich unbedingt aus dem Redaktionssystem ausloggen – die “Logout”-Buttons sind ämlich nicht zum Spaß erfunden worden. Ansonsten kann es zu sogenannten MITM-Angriffen kommen, bei dem der Angreifer über offene Sessions in das System eindringt.

Diese Hinweise gelten natürlich nicht für den Benutzer im Redaktionssystem, auch z.B. für den FTP-Benutzer oder ganz besonders den eigenen Mail-Account. Denn ist dieser offen wie ein Scheunentor, kann ein Dritter über die “Passwort vergessen”-Funktionen auf nahezu sämtliche Accounts zugreifen, sofern diese nicht noch über einen extra Schutzmechanismus verfügen.

3. Regelmäßige Updates

Egal welches Redaktionssystem man nutzt, man sollte es immer aktuell halten. Oft werden mit einem Update nämlich nicht nur neue Funktionen zur Verfügung gestellt, sondern auch Sicherheitslücken geschlossen. Matt Mullenweg, der Entwickler von WordPress, schreibt in einem Blogpost:

The only thing that I can promise will keep your blog secure today and in the future is upgrading.

Bei TYPO3 erscheinen Sicherheitsupdates auch für die verschiedene Versionsstränge, so dass ein Update nicht zwangsläufig mit einem Versionssprung einhergeht und eine Aktualisierung nicht auf die lange Bank geschoben werden muss.

Um rechtzeitig über neue Updates informiert zu werden, sollte man angebotene Security-Mailinglisten o.Ä. abonnieren – so ist man zumindest nicht wesentlich später als der mögliche Angreifer informiert. Nützlicher Link dazu: Die TYPO3 Security Bulletins.

4. Der Webserver

Auch ein Webserver will gewartet und gepflegt werden. Und das nicht nur bei der Hardware. Das Betriebsystem, PHP, MySQL und Co. verlangen genauso nach permanenten Aktualisierungen wie das Redaktionssystem. Nur wenige von Euch werden einen eigenen Root-Server gemietet haben und müssen sich selbst um solche Updates kümmern. In der Regel ist es die Aufgabe des Hosters, solche Aktualisierungen einzuspielen und für Sicherheit und Stabilität zu sorgen. Leider verzichten einige Billiganbieter aus Kostengründe gerne darauf und spielen selten bis nie Updates ein. Im Zweifel hilft hier aber nur der Wechsel zu einem seriösen Anbieter mit entsprechender Leistung.

5. Der eigene PC

All die tollen Hinweise und Tipps nutzen recht wenig, wenn der Rechner mit dem man seine tägliche Arbeit verrichtet, verseucht ist und Dritte so Zugang zu sensiblen Daten erhalten. Deshalb gilt auch für das Betriebssystem des eigenes Rechners: Systemupdates sollten regelmäßig eingespielt werden. Nutzt man eine veraltete Version, für die keine Updates mehr erscheinen, sollte man ein Upgrade zu einer neuen Version des Betriebssystems in Betracht ziehen.

Ausserdem sollten zumindest Windows-Nutzer unbedingt eine Virensoftware nutzen, für die täglich neue Virendefinitionen erscheinen.  Nutzt man ein Windows-Betriebssystem, kann man z.B. auf die kostenlosen Security Essentials von Microsoft zurückgreifen.

Generell gilt bei Windows-Rechnern: Wurde ein System einmal kompromittiert, ist es nicht mehr vertrauenswürdig. Sensible Daten sind dort nicht mehr sicher. Auf Versuche, den Virus oder Trojaner zu beseitigen kann man deshalb verzichten, stattdessen sollte man seine Zeit lieber in die Neuinstallation investieren.Dieses Vorgehen hat Microsoft selbst vor Jahren in einem Knowledgebase Artikel empfohlen.

Fazit

Für ein Mindestmaß an Sicherheit zu sorgen ist nicht schwer. Man muss nur den inneren Schweinehund und die eigene Bequemlichkeit ablegen. Der Name der Ehefrau taugt nicht unbedingt als Passwort für seinen Mailaccount, eBay und den WordPress-Admin. Wenn man ein paar Grundlagen beachtet und sich etwas Mühe macht, entstehen die am häufigsten genutzten Sicherheitslücken erst gar nicht.

Weitere Tipps, Hinweise und Kritik sind natürlich gerne in den Kommentaren gesehen.

Update: Christian hat zu dem Punkt “sichere Passwörter” einen eigenen Blogbeitrag geschrieben und gibt noch ein paar sehr nützliche Tipps.

iPhone: Rechner per TeamViewer fernsteuern

Ben,

Über TeamViewer muss man nicht mehr so viele Worte verlieren. Eins der besten Programme zur Fernwartung und Fernsteuerung eines Rechners. Wer daran zweifelt, kann ja mal bei Caschy reinschauen. Heute morgen stieß ich dann zufällig auf die iPhone-App von TeamViewer. Kostet nix, kann man also mal testen. Anangs war ich leicht skeptisch – wie soll es auch funktionieren mit einem iPhone den heimischen Rechner fernzusteuern? Aber, wie es halt so ist, die Bedienung ist wirklich intuitiv und flutscht gut vom Finger. TeamViewer läuft stabil und bietet eine ordentliche Geschwindigkeit. Da kann man nichts dran meckern.

Fazit: Tolle App, kann was. Für Notfall-Operationen von unterwegs auf jeden Fall gut zu besitzen und gebrauchen, von längeren Service-Einsätzen damit würde ich absehen. Und da es für Umme ist, kann man auch nichts falsch machen.

Facebook mit neuer Startseite

Ben,

Facebook hat sich also eine neue Startseite verpasst. Informationen sollen strukturierter und einfacher zugänglich sein – ein nötiger Schritt. Die Praxis wird zeigen, ob es taugt.

Mehr auch auf der offiziellen Erklärbär-Seite von Facebook. Meine zwei Cents: Zwar ein nötiger Schritt, aber bei Facebook nervt vor allem die schäbbige Performance. Teilweise ist das Gesichtsbuch kaum benutzbar. Ausserdem bin ich gespannt, wie den ersten Spam-Versuchen begegnet wird, die mich in der letzten Woche erreicht hatten (tolle Sex-Profil-Anfrage-Weiber…). Immerhin: Bei Facebook ist Bewegung drin. Das kann man ja vom StudiKZ nicht behaupten.

Interview: Fairix – Mit Menschlichkeit zum Erfolg

Ben,

Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus 2 Schriftzeichen zusammen. Das eine bedeutet Gefahr und das andere Gelegenheit.

sagte eins John F. Kennedy. Nie trafen diese Worte besser zu als heute: Der von Mensch gemachte Klimawandel ist bittere Realität, der Spalt zwischen erster und dritter Welt entwickelt sich immer mehr zu einem unüberbrückbarem Graben und weil wir sonst keine Probleme haben, dürfen wir noch eine der schlimmsten (die schlimmste?) Wirtschaftskrisen ausbaden.

Genau in diesen Zeiten haben sich Frederik Landshöft und Kevin Droßard zusammengetan und  selbstständig gemacht – aus Überzeugung: Mit Fairix haben sie den Marktplatz für ökologische und fair gehandelte Produkte geschaffen. Statt zu jammern, zu zaudern, abzuwarten haben beide einfach gemacht und mit Fairix eine wirklich gute und vor allem dringend nötige Plattform geschaffen. Ich hatte das Vergnügen Frederik ein paar Fragen stellen zu dürfen.

Frederik, Du bist einer von zwei Köpfen hinter Fairix, dass Ende 2009 an den Start ging. Was ist die Idee von Fairix?


Fairix.de ist der Online-Marktplatz für nachhaltige Marken. Die Anbieter von Produkten mit einem ethischen Mehrwert können über fairix.de Produkte aus allen Lebensbereichen, von Kosmetik, über Kleidung, Bücher und Feinkost, bis hin zu Möbeln verkaufen. Dadurch entsteht sehr schnell ein riesen Angebot von nachhaltigen Produkten. Dem bewussten Konsumenten offenbart sich so die gesamte Vielfalt nachhaltigen Konsums. Und das macht vor allem eins deutlich: Man kann heute sehr stylisch und elegant leben und dabei trotzdem verantwortlich konsumieren.

Wie kamt ihr darauf zusammen Fairix zu starten? Wolltet ihr unbedingt etwas zu zweit machen und habt nach der Idee gesucht oder hat euch die vielmehr die gemeinsame Idee euch getrieben?

Die Idee hatte Kevin  2007. Er ist mit bio groß geworden, beide Eltern arbeiten in dem Bereich. Und so haben ihn diese Themen ziemlich umgetrieben. Vor allem die Frage, wie ökologische und soziale Nachhaltigkeit miteinander einher gehen können. Eine Frage, die die klassische Bio-Szene bis noch vor wenigen Jahren ziemlich verpennt hat. Er hat dann aber bald gemerkt, dass solch ein Marktplatz alleine eigentlich nicht zu schaffen ist und hat mich gefragt ob ich mit einsteige. Ich studierte gerade Entwicklungspolitik und war viel in Entwicklungsländern unterwegs. Dort habe ich hautnah erfahren unter welchen Bedingungen die Menschen dort leben und arbeiten. Als Kevin mich fragte und ich das Potential in der Idee erkannte, war ich sofort begeistert. Das war im Oktober 2007. Im folgenden Januar haben wir dann fairix gegründet.

Von der ersten Idee bis zum fertigen Konzept ist es ja ein weiter Weg. Wie sieht euer Weg aus? Viel Schreiberei, Kostenanalysen, Zahlenspiele und Co. oder seid ihr mehr die Macher nach dem Motto „das entwickelt sich schon beim Arbeiten“?

Wir sind zunächst einfach hands-on in das Geschäft eingestiegen. Kevin hat einen kleinen Shop programmiert und auf der Biofach-Messe in Nürnberg haben wir gleich im Februar 2008 heftig angefangen Akquise zu machen. Die Resonanz war aber so positiv und riesig, dass wir dann beschlossen haben, das Ganze etwas professioneller aufzuziehen. Wir haben uns Entwickler ins Team geholt, einen Businessplan geschrieben etc. und sehr sehr viel gelernt. Konzepte, Kostenanalysen und Zahlenspiele sind schon wichtig, es braucht aber vor allem auch Unternehmergeist: einfach anfangen und der Rest kommt dann schon.

Ihr habt Fairix bislang aus eigener Kraft und mit eigenen Mitteln gestemmt – Respekt und Glückwunsch dafür. Jetzt gibt’s aber kein Kneifen mehr. Wann war für Dich der Point-of-no-return erreicht, der Zeitpunkt nachdem es kein Zurück mehr gibt?

Danke! Von dem Moment an als ich mich für das Projekt entschieden hatte, gab es schon kein zurück mehr. Da gab es nie irgendwelche Zweifel. Wahrscheinlich kann man all die Rückschläge –  die unweigerlich kommen – nur so verpacken und in Positives umwandeln.

Wie hoch ist der persönliche Druck, wenn man so intensiv in einem Projekt hängt? Muss Fairix ein Erfolg werden?

Fairix wird ein Erfolg! Von Druck würde ich hier gar nicht sprechen. Man spürt zwar die Eigenverantwortung, schließlich gibt es hier keinen Chef der das letzte Wort hat. Aber vor allem macht es einfach nur eine Menge Spaß.

Ihr seid recht aktiv im sozialen Netz, nutzt Twitter und Facebook. Es fällt sofort auf, das nicht nur der übliche Marketing- und Verkaufssprech fehlt – ihr kommuniziert auch richtig mit den Leuten und nehmt das Feedback ernst. Wie wichtig sind für euch die neuen Medien, um Fairix voranzubringen?

Wir denken, dass die neuen Medien eine sehr große Rolle spielen. Für uns sind sie ein sehr guter Weg mit unseren Kunden und Partnern zu sprechen und uns mit ihnen auszutauschen. Über die sozialen Netzwerke lässt sich ganz einfach noch mehr Menschlichkeit in die Wirtschaft bringen. So können wir auch allen zeigen: wir sind zwei ganz normale junge Typen und kein fieser Großkonzern.

Eure  „Umschau“  ist, wenn man so will eine Art „Google News für Nachhaltigkeit“. Damit bekommt Fairix auch einen Plattformcharakter. Viele Unternehmen würden sich das nicht trauen – ich gehe mal davon aus, dass ihr die Inhalte nicht kontrolliert.

Für uns kann bewusster Konsum eben nur durch ausreichend Information funktionieren. Und auch im Nachrichten- und Blogbereich gibt es sehr viele qualitativ sehr hochwertige Medien und NGOs die sich mit Nachhaltigkeit und grünem Lifestyle beschäftigen. Jemand der sich nicht beruflich damit auseinandersetzt verliert da schnell den Überblick. Deshalb wollen wir in der Umschau ähnlich dem Marktplatz einen Überblick darüber bieten, was aktuell im nachhaltigen Bereich diskutiert wird. Hier arbeiten wir nur mit ausgewählten Partnern zusammen. Die Inhalte werden von uns nicht abgeändert oder verfälscht.

Nicht nur Fairix.de hat ein modernes Layout, viele der Produkte – beispielsweise in der Rubrik „Mode“ – sehen richtig gut aus. Die Begriffe „Style“ und „Fairtrade“ bringt man ja nicht zwangsläufig miteinander in Verbindung – bei Fairix trifft das aber zu. Bewusst oder Zufall?

Das ist absolut gewollt! Nachhaltiger Konsum ist längst aus der Schmuddelecke raus und steht für Lifestyle, Eleganz und Qualität. Dafür steht auch fairix.de!

Jetzt ist Fairix erst frisch am Start – wo soll’s noch hingehen, was können wir noch von Fairix erwarten?

Eine Menge. Wir wollen ein umfassendes Angebot an nachhaltigen Produkten schaffen und alle Lebensbereiche abdecken. Wir haben bereits viele tolle neue Anbieter und Produkte in der Hinterhand und auch sonst wird noch viel passieren. Lass Dich also überraschen!

Zum Schluss: Dein Plädoyer für nachhaltigen Konsum.

Wählen ist Demokratie. Aber auch in der Wirtschaft können wir abstimmen. Mit jeder Kaufentscheidung stimmen wir für oder gegen ein faireres Wirtschaften. Das ersetzt nicht den politischen Weg um Wandel zu erzeugen, ist aber ein ganz wichtiger Baustein für eine bessere Welt! UN dazu kann jeder ganz leicht beitragen. Gleichzeitig tut man noch etwas für die Gesundheit und hat viel länger etwas von der hohen Qualität der Produkte. Darum: Kauft Bio, Fair Trade, neue Energie und werdet oder bleibt einfach fair zur Umwelt, fair zum Menschen!

Danke für das Interview und viel Erfolg mit Fairix.

Vielen Dank!

Hinweis – Fairix im Netz: Fairix.de, Facebook, Twitter.

Syncing.net: Datensynchronisation für Windows PCs (mit Verlosung)

Ben,

Kurz vor Weihnachten trudelte bei mir die Anfrage ein, ob ich nicht Syncing einmal vorstellen wollte – eine (kostenpflichtige) Software zur Synchronisation von Daten und Outlook auf mehreren PCs. Da dies die erste Anfrage dieser Art in diesem Blog ist, möchte ich ein paar Worte vorab verlieren:

Ich kann nicht verhehlen, dass es mich die erste Anfrage dieser Art natürlich zumindest ein ganz klein wenig stolz gemacht hat – immerhin glaubt jemand, dass hier eine passende Zielgruppe mit einer gewissen Größe mitliest. Trotz der Bauchpinselei habe ich mir gut überlegt, ob ich die Software vorstellen möchte und dazu vor der Kontaktaufnahme mit dem Hersteller mir das Produkt genau angeschaut und getestet. Ergebnis: Man kann es für bestimmte Aufgaben brauchen  – daher stelle ich es Euch vor. Es ist für mich kaum absehbar, ob / wann / wer / wie oft noch ein Hersteller anfragen wird. Ich werde aber immer eine Einzelfallentscheidung treffen und nur vorstellen, was auch etwas taugt. Ein zusätzlicher Anreiz, wie Lizenzen zur Verlosung o.Ä. sind dafür nicht ausschlaggebend, aber freuen mich natürlich (und hoffentlich auch euch).Nun aber genug der Worte vorab, schauen wir uns das Programm mal an.

Syncing.net – Daten und Outlook synchronisieren

Syncing.net bezeichnet sich selbst als Synchronisationslösung für Outlook und andere Daten (auch in dieser Reihenfolge) und richtet sich an kleinere Unternehmen und Privatleute, die mit Windows arbeiten. Syncing läuft dabei im Hintergrund und gleicht Ordner und Outlook-Daten ab, sobald eine Online-Verbindung da ist. Die Daten werden dabei aber nicht online gespeichert (wie z.B. bei Dropbox), sondern alle beteiligten Rechner müssen gleichzeitig online sind. Wahlweise kann man jedoch eine Option zuschalten, die 200 MB der Daten verschlüsselt online vorhält.

Die Einrichtung

Syncing.net zeichnet sich durch eine besonders nutzerfreundliche Oberfläche aus – damit kommt jeder klar. Am Anfang kommt natürlich die obligatorische Frage nach dem Konto – ein neues anlegen oder ein bereits bestehendes nutzen.

Danach wählen wir aus, welche Option wir konfigurieren möchten.

Ordnersynchronisation

Ich entscheide mich als erstes für den Ordner-Sync. Als erstes müssen wir für einen passenden Namen dafür angeben.

Danach wählen wir aus, wo der Ordner liegt.

Zum Schluß können wir andere Benutzer zum Sync einladen.

Syncing.net arbeitet danach im Tray unbemerkt weiter, wie man es es kennt. Durch einen Klick auf das Symbol bekommt ihr den Status.

Ich habe testweise einen anderen User eingeladen, um die Syncronisation zu testen. Der andere Nutzer bekommt die Aufforderung per E-Mail, installiert die Software und kann danach dem Ordner “beitreten”.

Ist das passiert, arbeitet Syncing.net und synchronisiert die Dateien im Hintergrund.

Fortschrittsanzeige gehört natürlich mit dazu.

Alles in allem macht Syncing.net das, was es machen soll: Es synchronisiert die angebenen Ordner – wenn beide Rechner online sind. Im Gegensatz zu Dropbox o.Ä. setzt nur die interne Festplatte Beschränkungen, dafür werden keine Daten online vorgehalten.

Outlook-Sync für Anfänger

So positiv ich von dem Ordner-Sync angetan bin, so nutzlos finde ich den Outlook-Sync. Der synchronisiert lokale E-Mail-Ordner und Kalender. Heisst: IMAP-Ordner werden nicht unterstützt, weshalb ich die Funktion auch nicht näher testen konnte. Der angekündigte Abgleich mit Mobilgeräten ist dann auch eher ein Reinfall – denn gemeint ist eigentlich nur das iPhone, was auch nur in Zusammenspiel mit einem MobileMe-Account geht – und der kostet.

Sind wir ehrlich: Mit Googlediensten kriegen wir das alls genauso gut hin, wenn wir auch eventuell bei dem Ordner-Teilen etwas tricksen müssen und Outlook 2007 von Hause aus Google-Kalender auch nur lesen kann und nicht schreiben. Alternativ gibt es auch Exchange-Konten bei diversen Anbietern für 10 Euro im Monat, bei dem dann auch Webmail-Zugriff und der Zugriff über ein iPhone oder Blackberry möglich ist.

In der Praxis lässt sich der Sync wesentlich eleganter mit Thunderbird und diversen Webdiensten erledigen – für unsereins wahrscheinlich kein Problem. Syncing.net hat aber defintiv eine andere Zielgruppe: Den Outlook-Benutzer, der sich mit technischen Hürden nicht auseinandersetzen will, der von IMAP oder Exchange noch nie was gehört hat oder jemals hören will. Er will einfach, dass es funktioniert. Und genau da setzt Syncing.net an – und funktioniert sicherlich gut.

Fazit und Verlosung

Der Outlook-Sync ist bestimmt für eine bestimmte Zielgruppe interessant, ich bräuchte ihn aber nicht. Im Gegensatz dazu ist die Ordner-Synchronisation überaus interessant – vor allem weil sie so einfach funktioniert. Passenderweiser wird auch nur eine “File Sharing Version” angeboten, die auf den Outlook-Kram verzichtet. Permanent Fotos mit den Schwieger-Eltern oder der Oma austauschen? Kein Problem! Syncing.net ist so einfach, das kapiert sogar die Oma. Einziger Wehrmutstropfen: Macs müssen draussen bleiben.

Und jetzt kommt noch was Nettes für Euch: Man hat mir 6 Pro Lizenzen im Wert von jeweils 95,08 € zur Verfügung gestellt, die ich unter Euch verlosen darf.  Zwei von Euch dürfen sich also über drei Pro Lizenzen freuen. Hinterlasst einfach bis zum 1. Februar 12:00 Uhr einen Kommentar – fertig.

iPhone-App: Mit Barcoo Preise per Barcode vergleichen

Ben,

Im App-Store stolperte ich über die kostenlose App “Barcoo”. Mit der lassen sich Barcodes von Produkten über die iPhone-Kamera scannen – automatisch bekommt man dann den günstigsten Preis im Netz oder einen Shop in der Nähe angezeigt. Praktisch zum Preisvergleichen unterwegs.

Etwas hakelig ist aber die Bedienung, das iPhone muss so gerade wie nur möglich über dem Barcode positioniert werden – dann klappt die Erkennung aber schnell und gut. Am meisten beeindruckt haben mich übrigens die ganzen Informationen, die über Lebensmittel angezeigt werden – von der Lebensmittel-Ampel bis hin zu Produkt-Plagiaten wie Analog-Käse.

Im Gegensatz zur App von Günstiger.de muss man keinen Suchbegriff eingeben und erhält eventuell zweideutige Ergebnisse, sondern erhält direkt das passende Produkt. Praktisch, trotzdem würde ich mir eine Alternative Produkteingabe wünschen (falls es mal mit dem Scannen nicht klappt). Alles in allem aber ganz knorke und Aufgrund der Lebensmittel-Infos sehr nützlich. Und umsonst kostet ja auch nix ;)

Thunderbirds are go!

Ben,

Nur ein kurzer Beitrag zwischendurch: Unterm Tannenbaum lagen bei mir nämlich die beiden Staffeln der Kultserie “Thunderbirds“. Die Serie wurde mitter der 60er produziert, lief aber noch in meiner Jugend morgens im Fernsehen. Eine Mischung aus Mission Impossible und Augsburger Puppenkiste – auch heute noch einfach geil ;)

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