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Mit der VR-Brille durch Großbritannien radeln

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Was für eine großartige Idee. Der Brite Aaron Puzey hat eine VR-App programmiert, die es ihm ermöglicht zu Hause auf dem Home-Trainer sitzend durch Google Street View Landschaften zu radeln. Und so ist er auf die Idee gekommen, einmal quer durch ganz Großbritannien zu fahren. Im Mai ist er gestartet und hat inzwischen die Hälfte der Strecke geschafft. Seine Erlebnisse „unterwegs“ hält er in seinem Blog fest.

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Friedenspreisrede von Navid Kermani

Navid Kerman ist für seine beeindruckenden Texte und Reden bekannt. Anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat er trotzdem noch einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt, warum es die richtige Entscheidung war, ihm den Preis zu verleihen.

Zum Nachlesen: http://www.friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de/819312/

Von Moral und Terrorwohnzimmern

Nach den Anschlägen auf die Redaktion von Charlie Hebdo im Frühjahr ist der Terror wieder in Europa angekommen. Während ich die heutige Berichterstattung über die Absagung des Freundschaftsspiels zwischen Deutschland und den Niederlanden verfolgt habe, sind meine Gedanken immer wieder abgeschweift und ich möchte zwei davon hier festhalten:

1. Sicherheit und Freiheit lassen sich nicht unbegrenzt abwägen

Schon kurz nach den Anschlägen in Paris fanden sich auf Twitter und Facebook Aussagen in zwei diametral entgegen gesetzten Richtungen: „Seht mal, die Franzosen haben die Vorratsdatenspeicherung und trotzdem hat es nichts geholfen“. Oder: „Wir sollten froh sein, dass es nicht schon längst zu Anschlägen gekommen ist, eben weil es kluge Sicherheitsmaßnahmen gibt“.

Die simple Wahrheit ist jedoch, dass das Eintreten eines Anschlages weder etwas über die Anzahl der verhinderten Anschläge verrät, noch über die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen, die ihn möglicherweise verhindert hätten. Die Vorratsdatenspeicherungsbefürworter haben nie versprochen, dass alle Anschläge damit der Vergangenheit angehören. Ebenso wenig ist das andere Ende offen, niemand weiß, wie viele Anschläge mit Sicherheitsmaßnahmen zu beklagen wären, die sich innerhalb der von Datenschützern akzeptierten Grenzen bewegen würden. Weder würden nie wieder Anschläge passieren, noch würden wir bald mehr Anschläge als Lottoziehungen erleben.

Hat man einmal diese grundlegenden Begrenzungen der Argumentationen pro oder kontra Vorratsdatenspeicherung akzeptiert, kann man den Diskussionsrahmen wieder dorthin holen, wo er hingehört: Auf eine rein moraljuristische Ebene. Ist es richtig, die Daten von unbescholtenen Bürgern ohne Richtervorbehalt zu speichern – ja, oder nein? Nicht gemessen an den potenziellen Auswirkungen, sondern an ihrem Wert an sich.

2. Wir holen uns den Terror selbst ins Wohnzimmer

Verglichen mit den Anschlägen vom 11. September in New York leben wir in einer Welt, die vom Terror umgeben ist. Für uns ist Terror alltäglich geworden, nicht nur durch die reine Häufigkeit oder Nähe der Anschläge um uns herum – auch die mediale Aufbereitung von Terror hat ungekannte Maße erreicht. Dabei meine ich nicht mal die Berichterstattung von Attentaten, versuchten, verhinderten oder stattgefundenen. Nein, wir haben den Terror sogar in unsere Freizeit eingeladen, als lässigen Begleiter für den Sofaabend bei Bier und Kartoffelchips mit Serien wie Homeland, 24 oder Sleeper Cell, Filmen wie Batman – The Dark Knight Rises, der Mission Impossible Reihe oder den neueren James Bond Filmen . Es scheint, als hätten wir unterschiedliche Terrorszenarien zur Verfügung, je nach der Stimmung, in der wir gerade sind.

Damit man sich diese Entwicklung einmal bewusst macht, genügt ein Blick in die Zeit vor 2001, als Terror in der westlichen Hemisphäre noch kaum präsent war – wieder sowohl in tatsächlichen Ereignissen weit weg, als auch in der medialen Welt. Der ersten Mission Impossible Film hatte noch alte geheimdienstliche Fehden als Motiv, Terror gab es nur im Zuge der Abrüstungsbemühungen zwischen den alten Blöcken wie in Project:Peacemaker und bei James Bond bedrohten uns Kriege zwischen Nationen wegen falsch gedruckter Nachrichten.

Warum ich das ausführe? Nun, weil es mir selbst erst jetzt bewusst geworden ist, wie normal all der Schrecken für uns geworden ist. Wir sind regelrecht geübt in Mitgefühl und Empörung, im Facebook-Profil-Bild-ändern und Angst haben. Das sind alles gute und richtige Reaktionen, die aber jedenfalls bei mir von einer gewaltigen Abnutzung bedroht sind. Vielleicht insbesondere durch die selbst gewählte Dauerpräsenz des Terrors aus der fiktiven Welt. Was macht es noch für einen Unterschied, ob man bis morgens um 2 vor dem Fernsehen die Live-Berichte aus Paris verfolgt, oder ob man die neue Staffel von Homeland bingewatched?

Google Maps belohnt aktive Nutzer mit Insider-Programm

Google Insider

Erst vor einigen Wochen habe ich ausführlich darüber berichtet, warum ich Nutzer der Bewertungsplattform Yelp geworden bin. In diesem Zusammenhang hatte ich außerdem meine Kritik über die Qualität der Bewertungen bei Google Maps geäußert. Auch Google selbst scheint die geringe Anzahl an seriösen Bewertungen und aktiven Nutzern ein Dorn im Auge gewesen zu sein. So lässt sich jedenfalls das neue Insider-Program erklären, das nun im Google Produkt-Blog vorgestellt wurde. Dabei handelt es sich um ein Belohnungsprogramm für besonders aktive Nutzer der Bewertungsfunktion in Google Maps.

Durch Bewertungen, Fotos und die Aktualisierung von Informationen kann man Punkte sammeln, die sich in Cloud-Speicherplatz oder für exklusive Google-Events eintauschen lassen – sofern man zu den extrem aktiven Nutzern gehört.

  • Level 1 (0 bis 4 Punkte): Nehmt an exklusiven Wettbewerben (dabei geht es beispielsweise um neue Geräte von Google) in ausgewählten Ländern teil.
  • Level 2 (5 bis 49 Punkte): Erhaltet als erste Zugang zu neuen Produkten und Funktionen von Google.
  • Level 3 (50 bis 199 Punkte): Ein Insiderlogo zeichnet euch in der Google-Maps-App als Experten aus.
  • Level 4 (200 bis 499 Punkte): Erhaltet kostenlos 1 TB zusätzlichen Drive-Speicherplatz, um beispielsweise alle eure Fotos und Videos an einem sicheren Ort zu sammeln.
  • Level 5 (500+ Punkte): Als Top-Insider bekommt ihr die Chance, im kommenden Jahr den Google Campus zu entdecken, andere Insider aus der ganzen Welt zu treffen, und die neuesten Informationen über Google Maps zu erfahren.

Ob die Punkte nach einem Jahr verfallen oder dauerhaft gültig sind, lässt Google leider offen.

Aber egal wie die genaue Ausgestaltung aussehen mag, der Suchmaschinenriese geht nun endlich den richtigen Weg, um Leben in die eigene Bewertungsplattform zu bringen. Wer sich für das Google Insider-Programm interessiert, kann sich unter www.google.com/local/guides/ informieren und anmelden. Ich muss mir jetzt jedenfalls gut überlegen, ob ich Yelp treu bleibe oder wieder weiterziehe.

16 Bundesländer in 24 Stunden

Vor einiger Zeit bin ich beim Geocachen über eine Dose gestolpert, die man nur loggen darf, wenn man innerhalb von 24 Stunden Geocaches in sieben verschiedenen Bundesländern gefunden hat. Irgendwie hätte ich es mir ja denken können, aber über Twitter erfuhr ich prompt, dass es auch eine Variante mit 16 Bundesländern in 24 Stunden gibt.

„Innerhalb eines Kalendertages (zwischen 00.00 und 24.00h) musst du alle 16 Bundesländer bereisen und mind. 1 Cache in jedem Land suchen, finden und loggen.“

Eine völlig verrückte, aber durchaus spannende Sache. Nach einiger Recherchearbeit musste ich allerdings feststellen, dass man die Tour nicht mit der Bahn schaffen kann. Mit viel Planungsaufwand schafft man es mit dem Zug zwar an einem Tag in jedes deutsche Bundesland, allerdings sitzt man dann nahezu durchgehend in der Bahn. Zum Geocachen bleibt keine Zeit. Deshalb funktioniert die Fahrt nur mit dem Auto. Flugzeug und Hubschrauber klammern wir mal aus. Das eigene grüne Gewissen müsste man für diese Tour aber so und so für 24 Stunden ausschalten…

Yelp, Google+, Foursquare oder Tripadvisor?

Bewertungsplattformen

Eigentlich bin ich ständig unterwegs. Auch deshalb hatte ich schon immer ein großes Interesse an Restaurant- und Hotelbewertungsplattformen. Gefühlt habe ich alle mal ausprobiert und bin dann irgendwann bei Foursquare hängen geblieben. Während die meisten meiner Netzkontakte die Plattform vor allem dafür genutzt haben, um ihren aktuellen Standort mitzuteilen, war mein Lieblingsfeature die Bewertungsfunktion für besuchte Orte. Viele tolle Restaurant-Geheimtipps habe ich so gefunden. Deshalb war ich auch gar nicht so schockiert, als im vergangenen Jahr die Möglichkeit der Check-ins aus Foursquare entfernt und in eine neue App ausgelagert wurden. Die Nicht-Kommunikation der Macher hat allerdings dazu geführt, dass sich die Anhänger in großer Zahl von Foursquare abgewendet haben. Von meinen Kontakten ist fast niemand geblieben. In meinem Umfeld ist Foursquare tot und neue Bewertungen sind Fehlanzeige.

Deshalb habe ich mir schon vor einiger Zeit Gedanken darüber gemacht, wo ich zukünftig meine Bewertungen von Restaurants, Bars, Hotels und Schwimmbädern unterbringen werde und mir verschiedene Alternativen angeschaut.

Mit Google+  (früher Google Local) hatte ich im USA-Urlaub im vorletzten Jahr sehr gute Erfahrungen gemacht. Hierzulande habe ich allerdings immer den Eindruck, dass mir die Bewertungen häufig kaum helfen.  Für mein Empfinden  ist der Anteil der „Wutbürger“ auf Google recht hoch. Viele Nutzer sind dort nur mal kurz aktiv geworden und haben eine Bewertung abgegeben, weil sie gerade mit einem Restaurant oder einer Dienstleistung unzufrieden waren. Weitere Bewertungen gibt es von ihnen nicht. Dadurch entstehen an vielen Stellen deutliche Verfälschungen der Ergebnisse. In meiner direkten Wohnumgebung habe ich irgendwie nur wenige fundierte Kommentare gefunden. Und eine Bewertung, die nur aus „Scheiß Service“ besteht kann ich nicht ernst nehmen.

Als Alternative habe ich mir deshalb auch Yelp und Tripadvisor noch mal genauer angeschaut. Tripadvisor hat inzwischen eine wirklich große und aktive Community und beschränkt sich auch nicht mehr nur auf Hotels, sondern es sind ebenfalls unglaublich viele Restaurant- und Freizeittipps zu finden. Je nach Region ist Tripadvisor unangefochten die beste Plattform. Allerdings finde ich die Nutzbarkeit von Tripadvisor eher bescheiden – insbesondere mobil auf dem Smartphone. Da können die Bewertungen noch so gut sein, wenn die App eine mittlere Katastrophe ist.

Auch deshalb bin ich nun final bei Yelp hängen geblieben. Yelp hatte vor zwei Jahren die deutsche Bewertungsplattform Qype übernommen und sich dabei zunächst nicht nur mit Ruhm bekleckert (Foursquare lässt grüßen). Allerdings versucht man gerade Schritt für Schritt in Deutschland wieder Reichweite aufzubauen. Obwohl auch hier also noch mehr los sein könnte hat Yelp für mich noch am ehesten den alten Charakter von Foursquare. Bei Yelp findet man zwar vielleicht nicht ganz so viele Nutzer, wie bei Tripadvisor, dafür aber deutlich treuere und aktivere. Schön ist auch, dass der Yelp-Algorithmus Bewertungen von besonders aktiven und renommierten Nutzern nach vorne zieht. Außerdem werden die Bewertungstexte in die Suche einbezogen. Wenn ich also unterwegs nach „Käsekuchen“ suche bekomme ich alle Cafés und Bäckereien angezeigt, die schon mal irgendjemand im Zusammenhang mit Käsekuchen erwähnt hat. Wo wir auch direkt bei der mobilen Nutzbarkeit sind. Während Tripadvisor meiner Meinung nach auf dem Desktop besser funktioniert, als mobil, ist es bei Yelp kein Unterschied auf welchem Gerät ich die Plattform öffne. Überall ist die Nutzung konsistent und wirkt durchdacht.

Ein weiterer Pluspunkt für Yelp: Die Macher haben das Thema Community-Management verstanden. Besonders aktive Nutzer werden mit dem Elite-Programm belohnt. Und nachdem ich nun einige Bewertungen hinterlasse hatte, meldete sich die für Frankfurt zuständige Yelp Community Managerin bei mir, bedankte sich für meine Bewertungen und schickte mir direkt eine Einladung für die nächste Yelp-Veranstaltung in Frankfurt. So hält man seine Nutzer auf jeden Fall bei Laune.

Das Problem mit den Car Interfaces

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Touchscreens oder überhaupt große Bildschirme finden sich in immer mehr modernen Autos. Tesla Motors setzt in seinem Model S gleich auf einen 17″-Touchscreen. Was für eine Diagonale. Aber mit immer mehr Bildschirmen lastet auch eine immer größere Herausforderungen auf den Interface Designer, die das Ganze ansehnlich, leicht erfassbar und bedienbar gestalten müssen. Nicht immer klappt das, siehe eben Tesla.

Die großartigen Information Designer vom buero oberhaeuser haben einen Gegenvorschlag:

I was very excited when Tesla launched its Model S a few years ago hosting a brilliant 17 inch capacitive touchscreen as it’s main control unit. However I was a little disappointed when I saw their interface design. While the UX has some promising rudiments, the visual design could be from the early Web 2.0 era. When you’re brave enough to replace all your in-car controls with a huge touchscreen, why stop there? Why use plenty of skeuomorphisms to mimic actual buttons instead of emphasizing the fact that you no longer have those haptic buttons and detach your UI from their technical restrictions?

Hier gehts zum Entwurf…

Schlafwagen-Hotel

Wem ein normales Hotel zu langweilig ist, der kann auch auf etwas ausgefallenere Unterkünfte ausweichen. Sei es die Iglu Lodge in Oberstdorf oder das Baumhaushotel Solling. Eine ebenfalls interessante Variante ist das Schlafwagen-Hotel im unterfränkischen Amorbach.

In den ausrangierten Schlaf- und Salonwagen haben bis zu 28 Übernachtungs- und 40 Konferenzgäste Platz. Ich war selbst noch nicht dort, aber bei nächster Gelegenheit werde ich sicherlich mal vorbeischauen.

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Für den Fall, dass die Bahn noch weiter Nachtzugverbindungen ausdünnt (siehe auch „Der Nachtzug darf nicht sterben!„), bleibt in der bayrischen Provinz also zumindest etwas Bahn-Nostalgie erhalten.

Rodeln im Allgäu

Stammkunde der Bahn zu sein hat den Vorteil, dass man über die Jahre etliche bahn.bonus-Punkte ansammelt, die man in irgendwelche Gadgets oder aber auch in Bahn-Freifahrten stecken kann. Blöd nur, dass die Punkte irgendwann ablaufen. Deshalb bin ich vor kurzem gemeinsam mit einem Freund mit meinen „Bonus-Meilen“ ins Allgäu gefahren.

Im sehr empfehlenswerten Reiseportale „Deutschland erleben“ der Deutschen Bahn war ich vor einiger Zeit über einen Artikel gestolpert, in dem Rodeln im Allgäu empfohlen wurde. Die Seite präsentierte mir dann auch prompt mögliche Wintersportgebiete, die mit der Bahn gut erreichbar sind. Und so fiel die Wahl auf Sonthofen/Bad Hindelang.

Jedenfalls wurden wir wirklich überrascht. Bad Hindelang hat ein reines Rodelgebiet. Über eine Gondelseilbahn erreicht man verschiedene Abfahrten. Und die haben es wirklich in sich. Mit dem Handy haben wir 54 km/h gemessen und dabei waren wir nur mit normalen Holzschlitten unterwegs und nicht mit Rennrodeln.

Einen guten Eindruck kann man im folgenden Video gewinnen, das ich bei YouTube gefunden habe.

Floorball-WM in Göteborg

An diesem Wochenende ist in Göteborg die Floorball-WM gestartet. Gerade spielt Deutschland gegen Gastgeber und Titelfavorit Schweden.

Hierzulande ist die recht junge Mannschaftssportart noch kaum bekannt. Ich spiele inzwischen seit 1 1/2 Jahren Kleinfeld-Floorball und bin daran gewöhnt, dass sich kaum jemand etwas unter Floorball oder Unihockey vorstellen kann. Dies könnte sich nun jedoch ändern, da der deutsche Floorball-Verband gestern in den Deutschen Olympischen Sportbund aufgenommen wurde. Anderswo (insbesondere in Schweden, Finnland, Tschechien und der Schweiz) erfreut sich die Sportart schon seit längerer Zeit großer Beliebtheit.

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