KategorieMobilität

Ein Blick in die Zukunft der Deutschen Bahn

Ende Oktober war ich auf Einladung* der Deutschen Bahn in Berlin. Unter dem Motto „Mobilität erleben“ wurde ausgewählten Stammkunden vorgestellt, was der Konzern in den kommenden Monaten und Jahren plant. Dazu waren neben Bahnmitarbeitern auch einige Startups vor Ort, mit denen die DB mehr oder weniger eng kooperiert.

Deutsche Bahn: Mobilität erleben

Unzählige Projekte wurden vorgestellt. Aber ich möchte mich an dieser Stelle auf meine persönlichen Highlights konzentrieren:

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VW eUP: Der fast perfekte Einstieg in die Elektromobilität


Gemeinsam mit Christian hatte ich vor einigen Tagen die Gelegenheit einen VW eUP näher unter die Lupe zu nehmen. Und um ein Ergebnis schon vorab zu verraten: Der eUP könnte der perfekte Einstieg in die Welt der Elektromobilität sein, wenn da nicht der Preis wäre. Aber der Reihe nach.

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Autonomes Fahren in naher Zukunft – ein Pro und Contra

In den letzten Tagen wurde viel geschrieben über den ersten tödlichen Unfall im Zusammenhang mit einem autonom fahrenden Automobil, in diesem Fall mit einem Tesla Model S, dem wohl fortschrittlichsten Vertreter dieser Disziplin. Und natürlich hat Elon Musk recht mit seinem unsensiblen Ausflug in die Statistik: Bisher passieren deutlich weniger tödliche Unfälle mit autonomen Fahren als auf herkömmliche Art.

Aber trotzdem stellt sich nicht erst jetzt die Frage, ob die Zukunft wirklich schon so nahe ist. Können wir uns auf Computer mehr verlassen, als auf uns selbst? Ist es realistisch, in wenigen Jahren schlafend in den Urlaub zu fahren? Wir versuchen, uns dem mit einem „Pro und Contra“ anzunähern:

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Tesla Model S mit Eiswürfelkühlung bricht Rekord beim Pikes Peak

Unter Auto-Enthusiasten ist das Bergrennen „Pikes Peak“ eine echte Institution. In kürzester Zeit wird da so manches Fahrzeug oder Motorrad die 19,99 Kilometer lange Strecke hochgeprügelt. Die Besten bewältigen die 156 Kurven in unter zehn Minuten.

Seit einiger Zeit sind auch Elektroautos für das Rennen zugelassen und so konnte im vergangenen Jahr erstmals ein solches Fahrzeug das Rennen gewinnen (in 9:07.222 Minuten). Bei dem Fahrzeug handelte es sich allerdings um einen Rennwagen (eO PP03), der nicht für die Straße zugelassen ist.

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#teslatour – Nachtrag: Die ZEIT zu Superchargern

Unser Fazit zu den Superchargern war eindeutig:

Tesla hat in der gleichen Zeit einfach Fakten geschaffen und die größte Angst des Elektropioniers für ihre Kunden gestrichen: Die Angst vor fehlender Reichweite gibt es mit Tesla nicht mehr. Die Fahrer von Renault Zoe, Nissan Leaf, BMW i3 und allen anderen Elektroautos dürfen erstmal weiter zittern.

Ähnliches schreibt heute auch ZEIT Online in einem lesenswerten Artikel:

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#teslatour – Rückgabe und Supercharger

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Gestern vormittag haben wir also „unser“ Model S zurück zur Teslastation.de gebracht – auch eine Gelegenheit, auf der Fahrt nach Collenberg nochmal ausführlich Revue passieren zu lassen: Ziemlich genau 2200 Kilometer sind wir in den letzten 5 Tagen vollelektrisch durch Deutschland gefahren. Das ist natürlich nur zum Teil der großen Reichweite des Tesla Model S zu verdanken, an der das kalte Wetter auch seine Spuren hinterlässt. Ohne das Supercharger-Netzwerk an den deutschen Autobahnen entlang wäre diese Tour nicht in den 5 Tagen, die wir uns genommen haben, zu machen. Warum das so ist und was das Supercharger-Netzwerk von der restlichen Lade-Infrastruktur in Deutschland unterscheidet, wollen wir uns noch etwas genauer ansehen. Dabei kann es mitunter etwas technisch werden, es lohnt sich aber, die Hintergründe zu verstehen:

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#teslatour – shooting

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#teslatour – sechster Bericht

Nach den schlechten Hotel-Erfahrungen der vergangenen Tage waren wir froh mit dem Vulkanhotel in Steffeln dieses Mal einen Glücksgriff gelandet zu haben. Nicht nur, dass wir unser Auto am laden durften, auch war das Personal sehr freundlich und das Abendessen eine echte Freude.

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So sind wir gut gestärkt und entspannt heute morgen in die nächste Etappe gestartet.  Etwas überrumpelt wurden wir nur vom starken Schneefall in der Eifel, der unsere gute Planung etwas ins wanken brachte. Wie zu befürchten war, fanden die Akkus des Model S den starken Temperaturabfall alles andere als angenehm. Und so wurden wir auf der Fahrt in das Saarland um eine Erfahrung reicher: Die Akkus können in kaltem Zustand nicht nur weniger Energie abgeben, sie nehmen auch ebenso weniger Energie auf. Das heißt bergab ist die Energierückgewinnung sehr gedrosselt.

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Unser erster Stopp führte uns, wie gesagt, in das  Saarland (Bundesland 15/16). In Türkismühle steuerten wir eine Ladesäule der regionalen e-Mobil Saar an. Praktische Sache, weil das nicht nur genau auf unsere Route passte, sondern das Laden auch kostenlos war. Leider war die Geschwindigkeit nicht berauschend, reichte aber für den kurzen Boost, den wir brauchten, aus.

Eigentlich hatten wir vor, vom Saarland weiter in Rheinland-Pfalz in Richtung unserer Autorückgabe zu fahren. Da wir aber mit unserer Tour insgesamt deutlich besser voran kamen, als geplant, hatten wir jetzt  einige Zeit übrig (mehr zu den Gründen des schnellen Fortschritts folgt später). Wir haben daher beschlossen, uns auf in heimische Gefilde zu machen, um dort die Zeit für weitere Fotos und Videos vom Model S zu nutzen. Wir wollen endlich einmal zeigen, dass das Auto nicht nur geladen werden, sondern auch fahren kann. Und die Ausbeute an guten Fotos war bisher nicht berauschend, weil wir das meiste Tageslicht auf der Autobahn und Bundesstraßen verschwendet haben.

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Daher sind wir vom Saarland aus direkt in Richtung des Superchargers in Waldlaubersheim bei Bingen aufgebrochen und von dort bei Mainz über den Rhein nach Wiesbaden gefahren – übrigens mit einer neuen persönlichen Bestmarke von nur 19,0kWh auf 100 Kilometern. Damit sind wir nach 1835 Kilometern Reisestrecke und in nur 3 Tagen und 2,5 Stunden statt geplanter 5 Tage im letzten Bundesland Hessen angekommen und haben das Ziel erreicht! Für uns ist die Zeit an sich schon beeindruckend, noch mehr aber begeistert uns die Problemlosigkeit, mit der ein Tesla die steile Herausforderung des Abfahrens von 16 Bundesländern erledigt. Wie aus dem Ärmel, oder eben dem Supercharger geschüttelt.

Über den Taunus und den Westerwald ging es dann weiter in Richtung Heimat. Jetzt sind wir also in Mittelhessen und werden morgen einen ganzen Tag entspannt mit unseren Kameras auf das Model S zielen. Außerdem werden wir in den kommenden Tagen noch einige ausführliche Berichte zu den Superchargern, dem Auto und uns oft gestellten Fragen veröffentlichen.

#teslatour – fünfter Bericht

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Den Wecker auf 6 Uhr 45 stellen gehört nicht zu den Dingen, die ich mir für meinen Urlaub vornehme. Trotzdem haben wir genau das gestern Abend getan. Zum einen war, wie erwähnt, das Hotel nun wirklich nicht einladend für einen längeren Aufenthalt als unbedingt nötig, zum anderen haben wir unsere Tagesplanung mit großen Zielen gemacht: Wir wollten heute bis nach Rheinland-Pfalz kommen, von Hamburg aus etwa 550 Kilometer, ohne dabei wie an den letzten beiden Tagen spät abends im Hotel anzukommen.

Und so zielstrebig der Plan war, genau so wunderbar ging er auch auf. Geladen haben wir zuerst im verschneiten Rade südlich von Hamburg, womit wir Niedersachsen als 11. Bundesland von unserer Liste streichen konnte. Eine kurze Etappe führte uns zum nächsten Supercharger, dem in Stuhr am Stadtrand von Bremen. Der Supercharger selbst gehört nicht zum Bremer Territorium, aber man muss um 180° drehen, um ihn zu erreichen. Genau am Scheitelpunkt befindet man sich am Ortsschild von Bremen, hinter dem wir also kurz die Füße auf den Boden gesetzt und somit Bremen als Nummer 12 erreicht haben.

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Mit Stationen an den Superchargern in Lohne, Kamen (Nordrhein-Westfalen, also 13) und Erftstadt haben wir nun erstmal das sichere Geleit der Supercharger verlassen müssen, um uns über Rheinland-Pfalz ins Saarland zu schlagen. Heute haben wir unsere Zelte in Steffel in der Pfalz aufgeschlagen (Bundesland 14) und planen gleich gemeinsam die Route ins Saarland und dann zur letzten Etappe.

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Auf der letzten Etappe sind wir wie gesagt recht weit weg von allen Superchargern und haben uns daher das erste Mal auf der Tour ernsthaft im Stromsparen versucht. Auf der #i3tour haben wir letztes Jahr fast jede Etappe mit reduzierter oder gar ausgeschalteter Heizung und Höchstgeschwindigkeiten von um die 90 km/h zurück gelegt. Beim Model S und den nahezu überall verfügbaren Superchargern war das bisher nicht nötig und wir sind häufig mit 130km/h und voller Heizleistung (die zugegeben etwas bescheiden ist) unterwegs gewesen. Aber auch mit dem Model S kann man effizient fahren. Wir haben also Handschuhe und Wollsocken angezogen, die Heizung ausgestellt und sind nervtötend langsam gefahren. Damit konnten wir das erste Mal die Reichweitenberechnungen des Wagen erreichen und sind nicht ganz unzufrieden mit dem Durchschnitt von 20,1 kWh auf 100km, den wir erreicht haben. Üblich waren eher 24-25 auf unseren bisherigen Strecken.

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Neue Erfahrungen haben wir heute auch in Sachen Laden an gleich zwei Stellen gesammelt. Kurz vor unserem Hotel haben wir in Hillesheim das erste Mal erfolgreich an einem Typ-2-Lader von RWE geladen. Nachdem das Berliner Ladegerät nicht mehr aufzufinden war, befand sich das in Hillesheim noch an Ort und Stelle. Zum ersten Mal auf unserer Tour haben wir damit für Strom bezahlen müssen, glatte 4 Euro haben wir für gute 10 kWh bezahlt – auch nicht gerade ein Schnäppchen. Zum anderen dauert das Laden von besagten 10 kWh an einem Typ-2-Lader mit 22kw auch 30 Minuten, also höchstens ein Viertel der Geschwindigkeit des Superchargers.

Außerdem laden wir gerade unser Model S am Haushaltsstrom des Hotels voll. Es fehlten nur noch etwa 80km Reichweite, also hält sich die Ladezeit mit etwas mehr als 3 Stunden in Grenzen. Das Model S an 220 Volt mit 13 Ampere voll zu laden dürfte dagegen kaum zu empfehlen sein, dauert das doch je nach Angaben bis zu 30 Stunden.

Es fühlt sich seltsam an, dem Ziel schon so nahe zu sein, denn es fehlen mit dem Saarland und Hessen nur noch 2 Bundesländer. Und auch wenn es natürlich schneller gegangen wäre, zehren unsere Etappen von durchweg 500-550 Kilometern in den letzten Tagen ordentlich an den Nerven. Zwischen 9 und 13 Stunden waren wir jeden Tag unterwegs und freuen uns daher, es morgen oder übermorgen etwas ruhiger angehen zu lassen.

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#teslatour – vierter Bericht

Nach einer spontanen Komplettdurchquerung von Berlin hieß unser nächstes Ziel Herzsprung. Eine kleine Siedlung mit Rasthof im brandenburgischen Nirgendwo. Den etwas längeren Ladestopp (in Berlin hatten wir bekanntermaßen nicht nachgeladen) nutzten wir für das Mittagessen. Am Supercharger trafen wir auch mal wieder andere Tesla-Fahrer. Allesamt aus Dänemark. Grundsätzlich haben wir bislang sowieso mehr dänische und niederländische Tesla getroffen. Dort verkauft sich das Auto durch die bessere Infrastruktur und steuerliche Kaufanreize bereits seit einiger Zeit wie geschnitten Brot.


A pro pos Brot: Frisch gestärkt von Gulaschsuppe und überbackenem Camembert ging es zurück auf die Autobahn. Allerdings noch etwas in Pausenstimmung verpassten wir die Abfahrt Richtung Hamburg und mussten so zwangsweise bereits einige Kilometer nach Mecklenburg-Vorpommern (Bundesland 7/16) fahren.

Autobahnabfahrten sind dort allerdings eher eine Seltenheit. Was für uns ein Umweg von fast 40 Kilometern bedeutete.

Der nächste Umweg war allerdings von Anfang an geplant. In Wittenburg erreichten wir nach einem Schlenker über die Elbe das nächste Bundesland: Sachsen-Anhalt (Bundesland 8/16). Über die Landstraße ging es weiter Richtung Hamburg. Nicht nur fahrtechnisch eine tolle Strecke, sondern es gab auch schöne Dörfer und alte Häuser in Mecklenburg-Vorpommern zu betrachten, wo wir jetzt auch noch mal offiziell angekommen waren. Der Ladestopp am nächsten Supercharger führte uns zur Skihalle Wittenburg. Ein völlig irres Bauwerk.

Weniger spektakulär erreichte wir danach Schleswig-Holstein (Bundesland 9/16). Zumindest haben wir auch dort unsere Füße auf den Boden gesetzt. Für mehr als eine Pinkelpause hat es allerdings nicht gerreicht. Denn Hamburg und das Feierabendbier riefen.

Dort angekommen (Bundesland 10/16) wollten wir allerdings am liebsten direkt wieder fahren. Über booking.com hatten wir ein günstiges Tagungshotel im Speckgürtel von Hamburg gefunden. Im nachhinein war unser Ärger groß, dass wir nicht noch ein paar Euro draufgelegt und ein anständiges Hotel gebucht hatten. Man konnte gar nicht genau sagen was schlimmer war, das Personal am Empfang, die Zimmer oder die Hotel-Umgebung. Immerhin stand der Tesla sicher in der Tiefgarage.

Den Hotel-Fehler werden wir sicherlich nicht noch einmal machen. Für heute Nacht haben wir bereits ein Wellness-Hotel in der Eifel gebucht. Das werden wir sicherlich auch brauchen, denn nun steht noch einmal eine größere Ettappe an. Wir werden berichten.

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