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#teslatour – shooting

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#teslatour – sechster Bericht

Nach den schlechten Hotel-Erfahrungen der vergangenen Tage waren wir froh mit dem Vulkanhotel in Steffeln dieses Mal einen Glücksgriff gelandet zu haben. Nicht nur, dass wir unser Auto am laden durften, auch war das Personal sehr freundlich und das Abendessen eine echte Freude.

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So sind wir gut gestärkt und entspannt heute morgen in die nächste Etappe gestartet.  Etwas überrumpelt wurden wir nur vom starken Schneefall in der Eifel, der unsere gute Planung etwas ins wanken brachte. Wie zu befürchten war, fanden die Akkus des Model S den starken Temperaturabfall alles andere als angenehm. Und so wurden wir auf der Fahrt in das Saarland um eine Erfahrung reicher: Die Akkus können in kaltem Zustand nicht nur weniger Energie abgeben, sie nehmen auch ebenso weniger Energie auf. Das heißt bergab ist die Energierückgewinnung sehr gedrosselt.

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Unser erster Stopp führte uns, wie gesagt, in das  Saarland (Bundesland 15/16). In Türkismühle steuerten wir eine Ladesäule der regionalen e-Mobil Saar an. Praktische Sache, weil das nicht nur genau auf unsere Route passte, sondern das Laden auch kostenlos war. Leider war die Geschwindigkeit nicht berauschend, reichte aber für den kurzen Boost, den wir brauchten, aus.

Eigentlich hatten wir vor, vom Saarland weiter in Rheinland-Pfalz in Richtung unserer Autorückgabe zu fahren. Da wir aber mit unserer Tour insgesamt deutlich besser voran kamen, als geplant, hatten wir jetzt  einige Zeit übrig (mehr zu den Gründen des schnellen Fortschritts folgt später). Wir haben daher beschlossen, uns auf in heimische Gefilde zu machen, um dort die Zeit für weitere Fotos und Videos vom Model S zu nutzen. Wir wollen endlich einmal zeigen, dass das Auto nicht nur geladen werden, sondern auch fahren kann. Und die Ausbeute an guten Fotos war bisher nicht berauschend, weil wir das meiste Tageslicht auf der Autobahn und Bundesstraßen verschwendet haben.

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Daher sind wir vom Saarland aus direkt in Richtung des Superchargers in Waldlaubersheim bei Bingen aufgebrochen und von dort bei Mainz über den Rhein nach Wiesbaden gefahren – übrigens mit einer neuen persönlichen Bestmarke von nur 19,0kWh auf 100 Kilometern. Damit sind wir nach 1835 Kilometern Reisestrecke und in nur 3 Tagen und 2,5 Stunden statt geplanter 5 Tage im letzten Bundesland Hessen angekommen und haben das Ziel erreicht! Für uns ist die Zeit an sich schon beeindruckend, noch mehr aber begeistert uns die Problemlosigkeit, mit der ein Tesla die steile Herausforderung des Abfahrens von 16 Bundesländern erledigt. Wie aus dem Ärmel, oder eben dem Supercharger geschüttelt.

Über den Taunus und den Westerwald ging es dann weiter in Richtung Heimat. Jetzt sind wir also in Mittelhessen und werden morgen einen ganzen Tag entspannt mit unseren Kameras auf das Model S zielen. Außerdem werden wir in den kommenden Tagen noch einige ausführliche Berichte zu den Superchargern, dem Auto und uns oft gestellten Fragen veröffentlichen.

#teslatour – fünfter Bericht

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Den Wecker auf 6 Uhr 45 stellen gehört nicht zu den Dingen, die ich mir für meinen Urlaub vornehme. Trotzdem haben wir genau das gestern Abend getan. Zum einen war, wie erwähnt, das Hotel nun wirklich nicht einladend für einen längeren Aufenthalt als unbedingt nötig, zum anderen haben wir unsere Tagesplanung mit großen Zielen gemacht: Wir wollten heute bis nach Rheinland-Pfalz kommen, von Hamburg aus etwa 550 Kilometer, ohne dabei wie an den letzten beiden Tagen spät abends im Hotel anzukommen.

Und so zielstrebig der Plan war, genau so wunderbar ging er auch auf. Geladen haben wir zuerst im verschneiten Rade südlich von Hamburg, womit wir Niedersachsen als 11. Bundesland von unserer Liste streichen konnte. Eine kurze Etappe führte uns zum nächsten Supercharger, dem in Stuhr am Stadtrand von Bremen. Der Supercharger selbst gehört nicht zum Bremer Territorium, aber man muss um 180° drehen, um ihn zu erreichen. Genau am Scheitelpunkt befindet man sich am Ortsschild von Bremen, hinter dem wir also kurz die Füße auf den Boden gesetzt und somit Bremen als Nummer 12 erreicht haben.

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Mit Stationen an den Superchargern in Lohne, Kamen (Nordrhein-Westfalen, also 13) und Erftstadt haben wir nun erstmal das sichere Geleit der Supercharger verlassen müssen, um uns über Rheinland-Pfalz ins Saarland zu schlagen. Heute haben wir unsere Zelte in Steffel in der Pfalz aufgeschlagen (Bundesland 14) und planen gleich gemeinsam die Route ins Saarland und dann zur letzten Etappe.

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Auf der letzten Etappe sind wir wie gesagt recht weit weg von allen Superchargern und haben uns daher das erste Mal auf der Tour ernsthaft im Stromsparen versucht. Auf der #i3tour haben wir letztes Jahr fast jede Etappe mit reduzierter oder gar ausgeschalteter Heizung und Höchstgeschwindigkeiten von um die 90 km/h zurück gelegt. Beim Model S und den nahezu überall verfügbaren Superchargern war das bisher nicht nötig und wir sind häufig mit 130km/h und voller Heizleistung (die zugegeben etwas bescheiden ist) unterwegs gewesen. Aber auch mit dem Model S kann man effizient fahren. Wir haben also Handschuhe und Wollsocken angezogen, die Heizung ausgestellt und sind nervtötend langsam gefahren. Damit konnten wir das erste Mal die Reichweitenberechnungen des Wagen erreichen und sind nicht ganz unzufrieden mit dem Durchschnitt von 20,1 kWh auf 100km, den wir erreicht haben. Üblich waren eher 24-25 auf unseren bisherigen Strecken.

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Neue Erfahrungen haben wir heute auch in Sachen Laden an gleich zwei Stellen gesammelt. Kurz vor unserem Hotel haben wir in Hillesheim das erste Mal erfolgreich an einem Typ-2-Lader von RWE geladen. Nachdem das Berliner Ladegerät nicht mehr aufzufinden war, befand sich das in Hillesheim noch an Ort und Stelle. Zum ersten Mal auf unserer Tour haben wir damit für Strom bezahlen müssen, glatte 4 Euro haben wir für gute 10 kWh bezahlt – auch nicht gerade ein Schnäppchen. Zum anderen dauert das Laden von besagten 10 kWh an einem Typ-2-Lader mit 22kw auch 30 Minuten, also höchstens ein Viertel der Geschwindigkeit des Superchargers.

Außerdem laden wir gerade unser Model S am Haushaltsstrom des Hotels voll. Es fehlten nur noch etwa 80km Reichweite, also hält sich die Ladezeit mit etwas mehr als 3 Stunden in Grenzen. Das Model S an 220 Volt mit 13 Ampere voll zu laden dürfte dagegen kaum zu empfehlen sein, dauert das doch je nach Angaben bis zu 30 Stunden.

Es fühlt sich seltsam an, dem Ziel schon so nahe zu sein, denn es fehlen mit dem Saarland und Hessen nur noch 2 Bundesländer. Und auch wenn es natürlich schneller gegangen wäre, zehren unsere Etappen von durchweg 500-550 Kilometern in den letzten Tagen ordentlich an den Nerven. Zwischen 9 und 13 Stunden waren wir jeden Tag unterwegs und freuen uns daher, es morgen oder übermorgen etwas ruhiger angehen zu lassen.

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#teslatour – vierter Bericht

Nach einer spontanen Komplettdurchquerung von Berlin hieß unser nächstes Ziel Herzsprung. Eine kleine Siedlung mit Rasthof im brandenburgischen Nirgendwo. Den etwas längeren Ladestopp (in Berlin hatten wir bekanntermaßen nicht nachgeladen) nutzten wir für das Mittagessen. Am Supercharger trafen wir auch mal wieder andere Tesla-Fahrer. Allesamt aus Dänemark. Grundsätzlich haben wir bislang sowieso mehr dänische und niederländische Tesla getroffen. Dort verkauft sich das Auto durch die bessere Infrastruktur und steuerliche Kaufanreize bereits seit einiger Zeit wie geschnitten Brot.


A pro pos Brot: Frisch gestärkt von Gulaschsuppe und überbackenem Camembert ging es zurück auf die Autobahn. Allerdings noch etwas in Pausenstimmung verpassten wir die Abfahrt Richtung Hamburg und mussten so zwangsweise bereits einige Kilometer nach Mecklenburg-Vorpommern (Bundesland 7/16) fahren.

Autobahnabfahrten sind dort allerdings eher eine Seltenheit. Was für uns ein Umweg von fast 40 Kilometern bedeutete.

Der nächste Umweg war allerdings von Anfang an geplant. In Wittenburg erreichten wir nach einem Schlenker über die Elbe das nächste Bundesland: Sachsen-Anhalt (Bundesland 8/16). Über die Landstraße ging es weiter Richtung Hamburg. Nicht nur fahrtechnisch eine tolle Strecke, sondern es gab auch schöne Dörfer und alte Häuser in Mecklenburg-Vorpommern zu betrachten, wo wir jetzt auch noch mal offiziell angekommen waren. Der Ladestopp am nächsten Supercharger führte uns zur Skihalle Wittenburg. Ein völlig irres Bauwerk.

Weniger spektakulär erreichte wir danach Schleswig-Holstein (Bundesland 9/16). Zumindest haben wir auch dort unsere Füße auf den Boden gesetzt. Für mehr als eine Pinkelpause hat es allerdings nicht gerreicht. Denn Hamburg und das Feierabendbier riefen.

Dort angekommen (Bundesland 10/16) wollten wir allerdings am liebsten direkt wieder fahren. Über booking.com hatten wir ein günstiges Tagungshotel im Speckgürtel von Hamburg gefunden. Im nachhinein war unser Ärger groß, dass wir nicht noch ein paar Euro draufgelegt und ein anständiges Hotel gebucht hatten. Man konnte gar nicht genau sagen was schlimmer war, das Personal am Empfang, die Zimmer oder die Hotel-Umgebung. Immerhin stand der Tesla sicher in der Tiefgarage.

Den Hotel-Fehler werden wir sicherlich nicht noch einmal machen. Für heute Nacht haben wir bereits ein Wellness-Hotel in der Eifel gebucht. Das werden wir sicherlich auch brauchen, denn nun steht noch einmal eine größere Ettappe an. Wir werden berichten.

#teslatour – dritter Bericht

  
Der zweite Tag unserer Tour läuft. Pünktlich im Spreewald gestartet, ging es auf direktem Weg weiter zum Supercharger in Blankenfelde, kurz vor Berlin.

In Berlin (Bundesland 6/16) hätten wir deshalb eigentlich nicht zwingend laden müssen, allerdings sah der Plan vor, uns mit mehreren Freunden auf einen Kaffee zu treffen. Dafür hatten wir uns eine RWE-Ladesäule in Tempelhof rausgesucht. Auf dem Gelände der Stadtreinigung Berlin angekommen, erwartete uns allerdings keine Ladesäule, sondern nur noch die Überreste eben dieser. Anscheinend wurde die Station abgebaut und unsere Übersichtkarte war nicht auf dem aktuellsten Stand. Mit einem anderen Elektrofahrzeug wären wir spätestens jetzt ziemlich aufgeschmissen gewesen. Man denke nur an unsere i3-Tour, als wir uns immer mit wenigen Kilometern Restreichweite und von Ladestation zu Ladestation hangelten. Mit dem Tesla Model S kein Problem. Wir kommen jetzt auch noch leicht bis zum nächsten Supercharger. Doch anstatt gemütlich mit Freunden im Café zu sitzen und das Auto laden zu lassen, geht es nun direkt weiter. Immerhin haben wir einen Freund getroffen, den wir beide schon lange nicht mehr gesehen haben. Von einem Tesla wurde er jedenfalls noch nicht nach Hause gefahren. 

Nun sind wir gerade wieder aus Berlin raus und steuern den nächsten Supercharger an. Aber es bleibt ein bitterer Beigeschmack. Wir sind seit über 24 Stunden unterwegs und bekamen die ersten Probleme, als wir nun ein einziges Mal nicht auf die Supercharger zurück greifen wollten. Das Ladesäulen-Netz in Deutschland ist so zerklüftet, dass es nicht nur unzählige Anbieter, mit unzähligen Bezahlsystemen gibt, sondern eine Station einfach wieder verschwinden kann. Wenn man überland unterwegs ist benötigt man zwingend eine App mit einer Übersicht aller Anbieter, muss allerdings darauf hoffen, dass deren Datenbanken immer auf den neusten Stand sind. In unserem Fall hat RWE die Ladesäule anscheinend ohne große Ankündigung wieder abgebaut. Denn auch der hilfsbereite Pfördner vor Ort konnte nur mit den Schultern zucken.

#teslatour – zweiter Bericht

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Guten Morgen aus Rickshausen bei Lübben im Spreewald. Gestern Abend sind wir nicht wie geplant hinter Leipzig, also irgendwo in Sachsen (Bundesland 4/16) stehen geblieben, sondern haben noch eine weitere Etappe dran gehängt bis hierhin nach Brandenburg (Bundesland 5/16). Übernachtet haben wir in dem weit und breit einzigen Hotel mit einem Supercharger, dem gar nicht so großartigen Spreewald Parkhotel Van der Valk.

Unsere Ladestopps

Der nächste Stopp auf unserer Liste war in Weimar geplant, genauer im Gewerbepark Legefeld gleich bei Weimar. Angekommen mit 221km Restreichweite haben hier kurzes Smartphone-Checken und ein paar mal ums Auto laufen gereicht, um uns in 23 Minuten wieder auf 342km Reichweite zu bringen.

Von Weimar ging es nach Nempitz bei Leipzig, unserem letzten Zwischenstopp. 212km Reichweite wurden in 20 Minuten zu einer vollen Ladung. Mit einem eigentlich geplanten Halt in Leipzig haben wir uns dann entschlossen, doch noch ein Stück weiter zu fahren und uns auf eine sehr schöne Überlandtour in den Spreewald aufzumachen. Der Umweg gegenüber unserer normalen Route nach Berlin betrug nur etwa 20-30km, dafür konnten wir aber den Tesla über Nacht am Supercharger vor der Hoteleinfahrt komplett voll laden. Das machte durchaus Sinn, bei unserem bisher niedrigsten Ladestand von 86km.

Jetzt geht es erst einmal zum Frühstück, dann machen wir uns Richtung Berlin auf – Bundesland Nummer 6, wir kommen.

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#teslatour – erster Bericht

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Seit 5 Stunden sind wir jetzt auf unserer #teslatour, und die ersten 3 Bundesländer sind bereits abgehakt. In Bayern (Bundesland 1/16) bei teslastation.de gestartet, ging es in Wertheim für einen kurzen Moment nach Baden-Württemberg (Bundesland 2/16) und dann auf der Autobahn über Würzburg nach Norden in Richtung Erfurt. Nach den zwei ersten Ladestopps ist es daher Zeit, für einen ersten Zwischenbericht:

Das Auto

Der Tesla Model S ist ein gleichermaßen beeindruckend und unbeeindruckendes Auto. Beeindruckend, weil es sich um eine Oberklasse-Limousine handelt, der man das elektrische Fahren kaum anmerkt. Wenn man nicht wie von der Tarantel gestochen auf das Gaspedal tritt, gleitet das Model S souverän über die Autobahn, wie jedes andere Auto auch. Und genau das ist in positiver Weise wieder unbeeindruckend, weil es eben keinen neuen, verwirrenden Eindruck hinterlässt. Ob man jetzt in einem BMW, Audi oder Tesla sitzt, ob man Diesel oder Benzin verbrennt, oder Strom aus Akkus saugt: Es lässt sich immer wunderbar Distanz überwinden, völlig entspannt.

Ein paar negative Seiten gibt es natürlich auch. Wenn vom 85.000€-Kaufpreis ein großer Teil für Akkus verwendet worden ist, ist der Qualitätsunterscheid zu deutschen Autoherstellern nicht weg zu diskutieren. Es knarzt und knackt, das Panoramadach pfeift unaufhörlich und der Schlüssel erinnert an ein billiges Spielzeugauto aus Plastik.

All das wird aber völlig irrelevant, wenn man den Fuß in Richtung Bodenblech drückt. Selbst wenn wir nur das „schwächste“ Model S mit 367 PS fahren – was an Beschleunigung aus einer mehr als 2 Tonnen schweren Limousine zu quetschen ist, tatöwiert das Grinsen ins Gesicht. Schaut man dann noch auf die enorme Reichweite von alltagstauglichen 350km, verschwinden alle anderen Elektroautos in der Bedeutungslosigkeit.

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Ladestopps

Mit 332km Reichweite nicht ganz voll geladen sind wir in Wertheim gestartet. Die erste Etappe sollte 75km lang sein und uns zum ersten Supercharger in Gramschatzer Wald führen. Angestachelt vom Neuen und ausprobieren sind wir sehr zügig unterwegs gewesen, sodass wir mit 224km Restreichweite ankamen und somit 40km über dem geschätzten Verbrauch lagen. Sei’s drum, ein Model S bei 200km/h ist auf der Autobahn sicher ein amüsanter Anblick. 19 Minuten nach Beginn des Ladens waren wir wieder auf 304km Reichweite und es ging weiter.

Der zweite Stopp liegt gerade hinter uns, in Zella-Mehlis haben wir mit 150km Restreichweite Thüringen erreicht (Bundesland 3/16). Obwohl es diesmal bewusst langsamer voran ging, eingependelt bei ca. 130km/h, haben wir wieder etwa 40km Reichweite zu viel verbraucht. Beileibe kein Problem, denn mit 150km Restreichweite am Supercharger hatten wir immer noch mehr übrig, als unser BMW i3 von der letztjährigen Tour überhaupt anzubieten hatte.

Während der Tesla geladen hat, sind wir Mittag essen gegangen und sind nach 38 Minuten zum vollen Auto zurück gekommen. Voll heißt dabei übrigens nur 90% Akkuladung, da man ersucht ist, nur so wenig wie möglich zu „überladen“. Mit 342km neuer Reichweite geht es jetzt nach Erfurt weiter zu einem kurzen Treffen mit Christians Bruder, die nächste Ladestation ist dann nur 24km weiter in Weimar.

Für aktuelle Infos von unserer #teslatour empfehlen wir übrigens Twitter, Facebook und Instagram. Ab und zu werden wir auch Live-Videos per Periscope oder Facebook ausprobieren.

#teslatour – Die Route

Bildquelle: Tesla

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Zwei Dinge sind am Tesla Model S einfach großartig:

  1. ist die Reichweite an sich schon phänomenal. Während die deutschen Autohersteller etwa 20kWh-Batterien in ihren Elektroautos verbauen, klotzt Tesla mit 60-90kWh an Kapazität. Damit erreicht man dann selbst mit schweren, leistungsstarken Autos wie dem Model S großartige Reichweiten.
  2. sind die Supercharger eine Liga für sich. Tesla hat ein eigenes Netz an Hochgeschwindigkeits-Ladestationen aufgebaut. Während die bundesweite Förderung noch immer nicht richtig in Tritt gekommen ist (Obacht, hier könnte etwas mit Tank&Rast passieren – siehe auch meine Forderung dazu aus dem April 2015), hat Tesla inzwischen 55 eigene Stationen in  Deutschland aufgebaut, an denen man seine Model S und X kostenlos laden kann.

Das Supercharger-Netzwerk in Deutschland

Für uns war also klar, dass eine richtige Tour mit dem Model S nur entlang der Supercharger fungieren kann. Und wirft man einen Blick auf die Karte, erkennt man wie viel Nachdenken in die Planung der Stationen geflossen ist. Die Supercharger stehen nicht nur in den Ballungszentren, sondern vor allem genau zwischen ihnen. Gleich in unserer Nachbarschaft zum Beispiel gibt es in Wilnsdorf den ersten Tesla Supercharger in Deutschland. Ausgewählt wurde die Stelle aber nicht wegen der schönen Aussicht, sondern weil Wilnsdorf genau zwischen dem Rhein-Main- und dem Rhein-Ruhr-Gebiet an der A45 liegt.

Als wir unsere Route das erste mal durchdacht haben, waren wir daher auch positiv überrascht, wie sehr sich diese mit Superchargern deckt. Und davon ausgehend planen wir nun gar nicht, welche Städte oder Autobahnen wir berühren oder benutzen wollen – sondern haben als Etappenziel jeden Supercharger genutzt, der uns hilft. Auch haben wir keine Übernachtungsziele gesetzt, sondern fahren jeweils so weit, wie das Auto und wir Lust haben.

Unsere aktuelle Idee ist übrigens wirklich jeden Supercharger auf der Strecke anzufahren, damit wir nicht immer in die suboptimalen Randbereiche der Ladung kommen. Ob wir das beibehalten werden, wie es läuft und was das mit unserer Reise anstellt, darüber werden wir natürlich hier sowie auf Twitter (Malte, Christian) berichten.

16 Bundesländer

Das Ziel ist dabei klar: Wir wollen alle 16 Bundesländer besuchen, also nicht die jeweilige Hauptstadt oder die geographische Mitte, es zählt die kleinste Berührung von Grund und Boden. Unser grober Plan sieht bisher so aus:

  1. Wir beginnen unsere Rundfahrt in Wertheim, Baden-Württemberg, wo wir bei Teslastation.de unseren Wagen abholen.
  2. Von dort machen wir einen kurzen Abstecher nach Norden, um Hessen zu berühren, und halten uns dann östlich auf Würzburg – Bayern ist abgehakt.
  3. Weiter geht es nach Nordosten über Thüringen, Sachsen und Brandenburg nach Berlin.
  4. Der erste Richtungswechsel erfolgt dann von Berlin aus nach Nordwesten durch Brandenburg, mit einem kurzen Abstecher nach Sachsen-Anhalt weiter durch Mecklenburg-Vorpommern in Richtung Schleswig-Holstein.
  5. Hamburg, Niedersachsen und Bremen sind quasi eine logische Sequenz auf dem Weg wieder langsam nach Süden.
  6. Lange geht es dann durch Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, bevor wir mit dem letzten Abstecher nach Rheinland-Pfalz auf das Saarland zielen – der eindeutig größte Umweg in unserer Route.
  7. Von dort geht’s dann wieder zur Rückgabe zu Teslastation.de nach Wertheim – falls wir Hessen in Punkt 2 nicht berührt haben, könnten wir das hier einbauen.

In der Karte sieht das dann so aus – alles noch grob, aber die Idee lässt sich gut erfassen. Der Schlenker ins Saarland fällt hier übrigens größer aus, als tatsächlich nötig und wir werden auch keinen Schwimmverein oder Wertstoffhof besuchen. GoogleMaps mag so lange Routen nicht wirklich, daher mussten wir uns mit Optimap aushelfen:

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Ein Link-Tipp noch zum Ende: Eine ganze Stufe krasser als wir hat es Tesla in den USA selbst getrieben. In nur 3 Tagen samt Schneesturm von Los Angeles nach New York. Das Abenteuer ist in drei sehr sehenswerten Clips bei Vimeo online: Teil 1, Teil 2 und Teil 3.

#teslatour – Infos zum Auto (Tesla Model S 85)

Bildquelle: Tesla

Bildquelle: Tesla

Seitdem ich vor knapp drei Jahren in Seattle zum ersten Mal ein Tesla Model S gesehen habe, fasziniert mich dieses Fahrzeug. Kein anderes Elektrofahrzeug verbindet Sportlichkeit, Eleganz und Modernität so gut miteinander. Man denke dabei nur mal vergleichend an den Mitsubishi i-MiEV oder den Nissan Leaf.

Tatsächlich habe ich erst ein Mal in einem Model S gesessen und zwar auf der IAA vor zwei Jahren. Deshalb entstand bereits vor einiger Zeit gemeinsam mit Christian die Idee eine Tesla-Tour zu planen. Und so werden wir tatsächlich Ende der kommenden Woche für fünf Tage mit einem Tesla Model S in Deutschland unterwegs sein. Wir sind gespannt, wie sich das Fahrzeug auf unserer Tour schlagen wird. Mit einem BMW i3 haben wir ja bereits einschlägige Erfahrungen gesammelt. Zu unserer Route werden wir noch einen extra Artikel veröffentlichen.

Mit dem Tesla landen wir nun an der Spitze der elektromobilen Oberklasse. Das Model S wird derzeit in drei Varianten verkauft: 70(D), 85(D) und P85D. Wir werden die mittlere Variante Model S 85 mit Hinterradantrieb fahren. Das knapp 90.000 Euro teure Auto hat zwar nicht die Top-Ausstattung, lässt aber trotzdem so gut wie keine Wünsche offen.

  • Leistung: 367 PS (270 kw)
  • Tempo: 5,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h
  • Reichweite: 426 km (EPA), 502 km (NEDC)
  • Fahrzeuggröße: Breite 2,19 m, Länge 4,97 m, Radstand 2,96 m
  • Entertainment: 17-Zoll-Touchscreen

In der höchsten Variante P85D (mit Beschleunigungs-Upgrade) wären es 539 PS und eine Beschleunigung von 3,0 Sekunden um von 0 auf 100 km/h zu kommen. Völlig irre.

Etwas irre ist auch das Gewicht des Fahrzeugs. Ganze 2.108 kg Leergewicht bringt das Model S auf die Straße. Der Grund dafür ist die hohe Anzahl an Akkus, die verbaut werden. Anders würde Tesla auch nicht auf die Reichweiten von über 400 Kilometer pro Akkuladung kommen. Im Netz liest man übrigens von effektiven Reichweiten um die 350 Kilometer. Wir werden es testen.

Was wir allerdings definitiv nicht testen wollen, ist das Verhalten des Fahrzeugs bei einem leer gefahrenen Akku. Auch dazu gibt es im Netz schon genügend Berichte. Etwa bei Motor Talk. Eins wird in den Berichten deutlich: liegenbleiben mit dem Tesla ist kein wirklich großer Spaß. Mit einem leeren Akku geht nämlich nichts mehr und einen entsprechend auf Elektrofahrzeuge geschulten Abschleppdienst zu finden ist anscheinend auch nicht ganz einfach.

Von daher konzentrieren wir uns lieber auf die Fahrt und das Model S selbst. Wer noch mehr über die Besonderheiten und Funktionen des Fahrzeugs erfahren möchte, dem kann ich das Benutzerhandbuch-Video von Tesla empfehlen. Auch das ist typisch Tesla. Anstatt dem Käufer nur ein 100 Seiten starkes Handbuch zur Verfügung zu stellen, wird das Auto in einem 16 Minuten langen Video vorgestellt.

#teslatour – Rein elektrisch durch 16 Bundesländer in 5 Tagen

Tesla Model S – #teslatour

Letztes Jahr um diese Zeit steckten Malte und ich gerade in den Planungen für unsere #i3tour – mit dem vollelektrischen BMW i3 von Mittelhessen an die Nordsee zu fahren hat sich tatsächlich als ziemliche Herausforderung dargestellt. Aber auch Lust auf mehr gemacht. Besonders gereizt hat uns ein Modell, mit dem wir vielleicht sogar ohne elektrisches Nachtanken in einem Rutsch an der Nordsee angekommen wären, ein Modell, das wir ein paar Mal auf unserer letzten Fahrt bemerkt haben und auf dessen Supercharger-Ladestationen wir immer voller Neid geschaut haben: Das Tesla Model S, das bisher einzige für Langstrecken ernst zunehmende Elektroauto der Welt.

Langstrecke mit dem Elektroauto?

Als wir uns nun für dieses Jahr besprochen haben, kam schnell der Wunsch auf: Wir wollen mit einem Model S eine richtig verrückte Tour fahren. Nicht einfach nur an die Nordsee, das ist zu leicht. Und so haben wir uns die Ladestationen angesehen und es keimte die Idee, alle 16 deutschen Bundesländer zu durchfahren. Schnell hatten wir einen Zeitplan gemacht und glauben, dass wir es in 5 Tagen schaffen können, ohne uns zu hetzen (faktisch ginge es in etwa 30 Stunden am Stück, aber wir haben ja Urlaub dafür genommen).

Mit dem Tesla durchs Land

Also werden wir dieses Jahr genau das machen: Mit dem Tesla Model S rein elektrisch durch 16 Bundesländer in 5 Tagen.

Los geht es am 12. Februar 2016 und wir werden hier in den nächsten Tagen noch ein paar Informationen veröffentlichen. Die Fahrt selbst begleiten wir wieder auf Blog, Facebook, Twitter und was uns sonst noch so einfällt.

Wir bedanken uns an dieser Stelle schon einmal für die freundliche Unterstützung durch teslastation.de. Vielen Dank, Herr Schreck, für Ihre sofortige Bereitschaft, uns mit dem Model S auszuhelfen. Tesla selbst hat übrigens bis heute nicht auf unsere E-Mail reagiert. Schön, dass es auch ohne geht!

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