Schlagwort#bahnlotto

Gleich mehrfach ist Malte bereits mit der Bahn quer durch Deutschland gefahren –ohne sein Ziel zu kennen. Seine Fahrtstrecke hat er jeweils dem Zufall überlassen.

#bahnlotto: Oktober 2013

Plan- aber nicht ziellos

Eine innerdeutsche Grenze? Für mich heute kaum mehr vorstellbar. Unvorstellbar auch, auf die Freiheit verzichten zu müssen, reisen zu können wann und wie man will. Und so trifft es sich, dass ich ausgerechnet am Tag der deutschen Einheit mal wieder im Zug sitze und quer durch Deutschland reise.

Hauptbahnhof Frankfurt am Main

Mit kaum einem Verkehrsmittel erlebt man Deutschland so facettenreich, wie mit der Bahn – vom Fahrrad vielleicht abgesehen. Deshalb habe ich heute morgen meine Sachen gepackt, bin an den Bahnhof gegangen und in den erstbesten Zug gestiegen. Denn es war für mich schon immer so, die schönsten Reisen, die tollsten Erlebnisse hatte ich, wenn ich mich nicht an irgendwelche Pläne, Etappen oder Vorgaben halten musste. Reisen ist für mich Freiheit. Es mag eine völlig verrückte Idee sein, aber intensiver kann man das vereinte Deutschland kaum erleben. Ich kann morgens in Köln und nachmittags in Dresden sein. Kann in Freiburg zu Abend essen und wenige Stunden später am Nordseedeich frühstücken. Es gibt so viele schöne Orte, die man gesehen haben sollte. Überall in diesem Land.

Ich lasse mich also überraschen, wo mich die Bahn dieses Mal hinbringen wird. Ich habe zwar keinen Fahrplan, bin aber trotzdem nicht ziellos.
Nächster Halt: Frankfurt am Main Hauptbahnhof.

#bahnlotto: Mai 2013

Reiseverlauf

© 2013 Google – GeoBasis-DE/BKG (©2009)

 

„Ist doch Wurscht, wohin Sie fahren“

„Ist doch Wurscht, wohin Sie fahren“ ist der Titel eines Werbeplakats, das ich auf meiner letzten Bahntour im Zug entdeckte. Der Werbeslogan fasst gut zusammen, was ich in den kommenden Tagen vorhabe.

ist-doch-wurscht-wohin-sie-fahren

Vor einem halben Jahr habe ich mir einen persönlichen Traum erfüllt und eine BahnCard 100 zugelegt. Seitdem genieße ich die Freiheit, neben der täglichen Fahrt zum Arbeitsplatz, spontan in den Zug steigen zu können. Noch immer ist die Bahn für mich – meistens – die bequemste und angenehmste Möglichkeit innerhalb von Deutschland zu reisen. Im Zug kann ich entspannt ein Buch lesen und den Gedanken freien Lauf lassen.

Bereits wenige Tage nachdem die schwarze Plastikkarte im Briefkasten lag, hatte ich eine Liste mit Orten erstellt, die ich in den kommenden Monaten gerne mit der Bahn bereisen möchte. Orte an denen ich noch nie war oder zu Freunden, die ich schon länger nicht besucht habe. Schneller als gedacht wurde die Liste länger und länger. Doch wo sollte ich anfangen, welchen Ort zuerst besuchen?

Immer wieder hatte ich mich bereits abends nach der Arbeit ertappt, wie ich mir vorstellte, statt dem überfüllten Regionalexpress einfach mal spontan in den ICE am Nachbargleis zu steigen. Und aus diesem Gedanken heraus entstand meine Idee, ein paar Tage mit der Bahn zu fahren, ohne ein konkretes Ziel zu haben, einfach zu schauen, wohin mich die Fahrt führt. Bahnlotto spielen.

Im Dezember dann beschloss ich die Zeit zwischen den Jahren zu nutzen und meine Bahnlotto-Idee auf Ihre Tauglichkeit hin zu überprüfen. So bin ich zwei Tage ohne Ziel durch Deutschland gefahren und zu meiner Verwunderung kam ich in diesen zwei Tagen quer durch die komplette Republik.

Um das ganze etwas spannender zu machen, habe ich mir die Regel gesetzt, jeweils maximal 45 bis 60 Minuten in einem Zug zu sitzen und dann aussteigen zu müssen. Dadurch landete ich auch in Städten, die ich bislang nicht kannte und so auch noch nicht auf meiner Liste hatte.

Die Dokumentation meiner ersten Bahnlotto-Reise ist unter bahnlotto.tumblr.com zu finden. Außerdem hatte ich hier im Blog zwei Artikel dazu veröffentlicht: hier und hier.

Nach der erfolgreichen Generalprobe habe ich mich nun entschieden, es zu wagen und knapp eine Woche mit der Bahn quer durch die Republik zu reisen. Auch dieses Mal weiß ich nicht, wohin mich meine Reise führen wird. Aber wer braucht schon Pauschalreisen – ich lasse mich überraschen.

2 Tage, 2499 km, 11 Städte

Hauptbahnhof Bremen

Etwa 2499 km bzw. fast 48 Stunden habe ich am vergangenen Wochenende im Zug gesessen. Um es vorwegzunehmen, mein spontanes #bahnlotto Projekt hat großen Spaß gemacht.

Nachverfolgen lässt sich die gesamte Fahrt unter bahnlotto.tumblr.com. Inzwischen habe ich auch alle Einträge sortiert. Leider hatte der automatische Content-Import während meiner Bahnfahrt nicht völlig fehlerfrei funktioniert.

Stationen: Gießen – Frankfurt, Frankfurt – Köln-Deutz, Köln-Deutz – Köln, Köln – Mannheim, Mannheim – Ulm, Ulm – München, München – Berlin, Berlin – Wolfsburg, Wolfsburg – Göttingen, Göttingen – Bremen, Bremen – Hannover, Hannover – Kassel-Wilhelmshöhe, Kassel-Wilhelmshöhe – Gießen

Entfernung: Luftlinie: 2.327 km / grobe Bahnstrecke: 2.499 km

Insgesamt war die Fahrt deutlich entspannter als angenommen. Dies lag natürlich auch daran, dass ich das ganze Wochenende hindurch immer einen Sitzplatz im Zug gefunden habe und auch ansonsten recht wenig los war. Wie erhofft bin ich quer durchs Land gekommen. Ich habe vier Städte gesehen, die ich bislang nur von der Durchfahrt kannte (Mannheim, Ulm, Wolfsburg & Bremen). Außerdem bin ich endlich einmal mit dem City Night Line gefahren, auch wenn ich leider den Zug Richtung Berlin nehmen musste, obwohl ich lieber nach Hamburg gefahren wäre. Aber nach Hamburg gab es 10 Minuten vor Abfahrt keinen Platz mehr im Schlafwagen. Dafür war ich dann doch etwas zu spontan… Ansonsten wäre ich aber wahrscheinlich nicht in Wolfsburg gelandet, wo ich die Chance genutzt habe, endlich mal das Phaeno zu besuchen, von dem mir schon verschiedene Leute vorgeschwärmt haben.

Eigentlich hatte ich das Projekt für eine lustige, aber einmalige Geschichte gehalten. Nach den zwei Tagen habe ich aber vielmehr das Gefühl, dass ich diese Aktion bei Gelegenheit noch einmal mit ein paar mehr Tagen im Gepäck wiederholen sollte.

#bahnlotto: Dezember 2012

Vom 29. bis 30. Dezember 2012 bin ich zwei Tage mit der Bahn quer durch Deutschland gefahren. Die komplette Tour ist unter http://bahnlotto.tumblr.com zu finden.

#bahnlotto

Seit kurzem besitze ich eine BahnCard 100 und genieße, neben der täglichen Pendelei, die Freiheit die diese kleine Plastikkarte bietet. So habe ich in den vergangenen Wochen bereits verschiedene Bekannte besucht und war ein Wochenende lang in Baden-Württemberg unterwegs. Einen Tag davon zusammen mit Marco, der alles akribisch bei Storify dokumentiert hat.

Für die kommenden Monate habe ich mir vor kurzem einige deutsche Städte notiert, die ich gerne mal besichtigen würde. Da ich zwischen den Jahren nun zwei Tage Zeit habe, war relativ schnell der Entschluss gefasst, einige der Reiseziele nun schon mal abzuklappern. Doch was tut man, wenn man sich nicht entscheiden kann, wohin es gehen soll? Diese Frage brachte mich dazu, mir ein kleines „Spiel“ auszudenken: #bahnlotto

ICE 3
Bildquelle: flickr.com – PR Photography

„Spielregeln“:
Am Startbahnhof X (bei mir Gießen) nimmt man den erstbesten Fernverkehrszug (IC & ICE). Nach 45-60 Minuten steigt man am nächsten Bahnhof aus, an dem der Zug hält. Dort bleibt Zeit, sich bei Bedarf die Stadt anzuschauen. Anschließend geht es zurück zum Bahnhof, wo man in den nächsten Fernverkehrszug steigt und die ganze Reihenfolge von neuem wiederholt. Im Idealfall landet man auf diesem Weg in verschiedenen Städten. Um zu verhindern, dass man den ganzen Tag zwischen Frankfurt und Kassel-Wilhelmshöhe hin und her fährt sind keine direkten Rückfahrten erlaubt.

Ich lasse mich überraschen wo ich lande und werde meine „Reise“ unter bahnlotto.tumblr.com dokumentieren.

Wo ich überall landen könnte, lässt sich auf den Streckenkarten der Bahn betrachten: ICE (pdf) & IC/EC (pdf)

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